ÖsterreicherInnen lassen sich von Niedrigzinsen das Sparen nicht verderben

13. Oktober 2016 Drucken
ÖsterreicherInnen lassen sich von Niedrigzinsen das Sparen nicht verderben
Das Sparbuch bleibt trotz Niedrigzinsen gefragt. Investmentfonds gewinnen aber an Bedeutung. |© Erste Bank © Erste Bank

Der nominale Sparbetrag pro BürgerIn ist in den vergangenen zehn Jahren von 132 Euro 2006 auf 216 Euro im Jahr 2016 deutlich gestiegenj. 40% der Befragten würden Wertpapiere kaufen, wenn sie mehr darüber wüssten, heißt es in einer Imas-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen. Deutlicher Anstieg der Sparsumme 7 von 10 sagen, dass ihnen sparen weiter […]

Der nominale Sparbetrag pro BürgerIn ist in den vergangenen zehn Jahren von 132 Euro 2006 auf 216 Euro im Jahr 2016 deutlich gestiegenj. 40% der Befragten würden Wertpapiere kaufen, wenn sie mehr darüber wüssten, heißt es in einer Imas-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen.

Deutlicher Anstieg der Sparsumme

7 von 10 sagen, dass ihnen sparen weiter wichtig ist. Damit ist die Bedeutung des Themas etwas niedriger als vor 10 Jahren. Im gleichen Zeitraum ist auch der nominale Sparbetrag angestiegen, von 132 Euro 2006 auf 216 Euro im Jahr 2016. Private Haushalte hatten per Ende Juli dieses Jahres laut OeNB Einlagen in Höhe von rund 230 Milliarden Euro gebunkert, das ist ein Plus von 3,2% zum Juli 2015.

Deutliche Veränderungen der Anlageformen

Bei der Art der Geldanlage hat sich zum Vorjahr so gut wie nichts verändert. Macht man aber den 10-Jahres-Vergleich, so sieht man, dass das Sparbuch, als Top-Sparform sogar leicht angestiegen ist auf 77% (+6). Bausparverträge haben aktuell 62% (+8) abgeschlossen, Wertpapiere haben das größte Plus mit 27% (+13) und mit Immobilien sorgen derzeit 17% vor.

Niedrigzinsen versus Sicherheit

77% der Österreicher halten sich selbst für eher sicherheitsbetonte Sparer. Sie nehmen die niedrigen Zinsen in Kauf, auch wenn sie dabei Geld verlieren. Dabei hat ein Anlagemix aus Sparbuch, Wertpapieren und Versicherungen langfristig gesehen die besten Chancen auf Erträge, heißt es in der Imas-Studie. Alles nur am Sparbuch zu haben sei genauso falsch wie alles in Aktien zu stecken. Nur 14% bezeichnen sich als „gemischte Anleger“ – also teils sicherheitsbetont und teils risikobereit. 5% der Österreicher halten sich selbst für risikobereite Anleger.

 Aktien, Investmentfonds & Co. gewinnen an Bedeutung

6 von 10 sehen darin die Möglichkeit, damit Gewinne zu machen. Rund 40% sehen eine steigende Bedeutung von Wertpapieren und halten sie auch für die Altersvorsorge geeignet. 80% sind sich auch des Risikos bewusst, dass man damit auch Verluste einfahren kann – jeder Zweite findet, dass Wertpapiere schwierig zu verstehen sind.

Mehr Wissen, mehr Wertpapiere?

Über 40% der Österreicher würden eine Veranlagung in Wertpapieren in Erwägung ziehen, wenn sie das entsprechende Wissen dazu hätten. Denn mit der Erklärung vieler Finanzbegriffe sind die Österreicher überfordert. Das verdeutlichen auch die Ergebnisse dieser Studie: Begriffe wie Volatilität können 80% nicht definieren, mit dem Wort Ausgabekurs können 58% nichts anfangen und von einem Nennwert hat jeder Zweite noch nichts gehört. 4 von 10 könnten auch nicht erklären was ATX bedeutet, genau so viele sind mit dem Wort Investmentfonds überfordert.

Berater gefordert

Auch wenn es um das Wissen zu diesem Thema schlecht bestellt ist, sagen immerhin fast 8 von 10 Österreicher, dass der Berater in ihrer Bankfiliale ihr erster Ansprechpartner ist, wenn es um Finanzthemen wie Geldanlage geht. Erst weit abgeschlagen folgen Freunde und Bekannte mit 28% sowie das Internet mit 18%.  Dreiviertel der Österreicher haben bereits ein Beratungsgespräch mit dem Vertrauten ihrer Hausbank geführt, davon 59% über das Thema Geldanlage.

 

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