US-Wahlen: Warum der Trump-Sieg die Österreicher unberührt lässt

15. November 2016 Drucken
US-Wahlen: Warum der Trump-Sieg die Österreicher unberührt lässt
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Der Republikaner Donald Trump ist letzte Woche zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. In Österreich fühlen sich nur wenige Bürgerinnen und Bürger von den Ereignissen betroffen. Wird schon werden Hätten die Österreicher wählen dürfen, sähe das Ergebnis wohl anders aus. Denn mehr als zwei Drittel sprachen sich im Vorfeld der Wahl […]

Der Republikaner Donald Trump ist letzte Woche zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. In Österreich fühlen sich nur wenige Bürgerinnen und Bürger von den Ereignissen betroffen.

Wird schon werden

Hätten die Österreicher wählen dürfen, sähe das Ergebnis wohl anders aus. Denn mehr als zwei Drittel sprachen sich im Vorfeld der Wahl für Clinton aus. Demnach verwundert es auch nicht, dass die überwiegende Mehrheit der Österreicher nicht davon ausgeht, dass Donald Trump seine Wahlversprechen halten wird. 65 Prozent sind der Meinung, dass beispielsweise der geplante Mauerbau an der Grenze zu Mexiko oder das Einwanderungsverbot für Muslime nicht oder nur bedingt umgesetzt werden. Nur 17 Prozent glauben, dass Trump seine Vorhaben durchsetzt, 18 Prozent stehen seinen Aussagen während des Wahlkampfes indifferent gegenüber.

Keine Konsequenzen für Österreich

Zwar nehmen 70 Prozent der Österreicher an, dass die Wahl des Multimilliardärs Trump auf das Ansehen der USA in der Welt einen negativen Einfluss haben wird. Doch für das eigene Land befürchten sie keine weitergehenden Konsequenzen. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung rechnen nicht damit oder haben zumindest keine dezidierte Meinung dazu, dass die Entscheidung in Amerika Einfluss auf die Politik (63 Prozent) und Wirtschaft (61 Prozent) ihres Landes haben wird. Für das persönliche Leben und den eigenen Alltag liegt dieser Anteil sogar bei über vier Fünftel (82 Prozent). Nach den Auswirkungen der US-Wahlen auf die österreichischen Bundespräsidentenwahlen wurde nicht gefragt.