Industrie 4.0: Es gibt frisches Fördergeld für den digitalen Umbau

17. November 2016 Drucken
Industrie 4.0: Es gibt frisches Fördergeld für den digitalen Umbau
In der Seestadt Aspern startet die erste Pilotfabrik Österreichs in die Testphase. |© bmvit © bmvit

Das Infrastrukturministerium verstärkt die Förderung für Industrie 4.0-Projekte. Jetzt wurde der Ausschreibungsstart für zwei neue Pilotfabriken – bekanntgegeben. In Summe stehen 185 Mio. an Förderungen für Industrie 4.0-Projekte zur Verfügung.  Sammelsurium an Förderprogrammen Das Infrastrukturministerium (bmvit) hat ein Maßnahmenpaket zur Durchsetzung von Industrie 4.0-Maßnahmen in Österreich aufgelegt. Das Paket beinhaltet unter anderem jährliche Forschungsförderungen in der […]

Das Infrastrukturministerium verstärkt die Förderung für Industrie 4.0-Projekte. Jetzt wurde der Ausschreibungsstart für zwei neue Pilotfabriken – bekanntgegeben. In Summe stehen 185 Mio. an Förderungen für Industrie 4.0-Projekte zur Verfügung. 

Sammelsurium an Förderprogrammen

Das Infrastrukturministerium (bmvit) hat ein Maßnahmenpaket zur Durchsetzung von Industrie 4.0-Maßnahmen in Österreich aufgelegt. Das Paket beinhaltet unter anderem jährliche Forschungsförderungen in der Höhe von 185 Millionen Euro, Pilotfabriken, Stiftungsprofessuren, den Verein „Plattform Industrie 4.0“ und begleitende Studien.

Pilotfabriken sollen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie festigen

Bei einer Pressekonferenz des bmvit wurde der  Ausschreibungsstart für zwei Pilotfabriken bekanntgegeben. Hier können Industrie und Wissenschaft gemeinsam neue Verfahren entwickeln und Produktionsprozesse in einem realistischen Umfeld erproben. Das Infrastrukturministerium übernimmt dabei die Hälfte der Kosten – bis zu zwei Millionen Euro für drei Jahre. An den zwei Standorten sollen neue Ansätze zu Verfahrenstechnik und Fließband-Produktion („Diskrete Produktion“) erforscht und damit neue Methoden für den Einsatz innovativer Werkstoffe bzw. zur Produktion kleiner Stückmengen gefunden werden. „Mit den Pilotfabriken haben auch Klein- und Mittelbetriebe die Chance, neue Technologien und Produktionsverfahren zu testen, ohne die Produktion im eigenen Betrieb dabei zu beeinträchtigen“, heißt es im Ministerium.

Förderung für Industrie 4.0: 185 Millionen

Insgesamt fördert das Infrastrukturministerium Forschung und Entwicklung im Bereich Industrie 4.0 mit 185 Millionen Euro im Jahr. Dabei finanziert das bmvit unter anderem Stiftungsprofessuren, die in enger Kooperation mit der forschenden Industrie an neuen Werkstoffen und Produktionstechnologien arbeiten. Das Infrastrukturministerium hat auch mehrere Studien in Auftrag gegeben, die die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf Ausbildung und Arbeitsmarkt in Österreich untersuchen. Zudem investiert das Infrastrukturministerium in die Grundlagen für den digitalisierten Wirtschaftsstandort. Neben der Breitbandmilliarde zum flächendeckenden Ausbau von schnellem Internet bis 2020 wird schon jetzt an der Umsetzung der nächsten Technologiegeneration gearbeitet: Ende 2017 wird der Infrastrukturminister eine 5G-Strategie für die Telekom-Infrastruktur vorlegen, mit der der Standort für den neuen Mobilfunkstandard fit gemacht wird.

Plattform soll zur Info-Drehscheibe werden

Um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt zu erforschen und Handlungsvorschläge zu erarbeiten, hat das Infrastrukturministerium gemeinsam mit der Arbeiterkammer (AK) und der Industriellenvereinigung (IV) die „Plattform Industrie 4.0“ ins Leben gerufen. Ebenfalls beteiligt sind Unternehmen, Universitäten und Interessensverbände.

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