Studie: Flexibilität in der Arbeitswelt besonders hoch

17. November 2016 Drucken
Studie: Flexibilität in der Arbeitswelt besonders hoch
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Zwei Fünftel (40,5%) der Erwerbstätigen werden zumindest einmal im Monat zu einem früheren Arbeitsbeginn oder späteren Arbeitsende aufgefordert. Das geht aus einer kürzlich von der Statistik Austria veröffentlichten Erhebung zu Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung 2015 hervor.  Früher kommen und länger bleiben Zudem wird fast die Hälfte (44,9%) der Erwerbstätigen gelegentlich in der Freizeit dienstlich kontaktiert. Kurzfristig […]

Zwei Fünftel (40,5%) der Erwerbstätigen werden zumindest einmal im Monat zu einem früheren Arbeitsbeginn oder späteren Arbeitsende aufgefordert. Das geht aus einer kürzlich von der Statistik Austria veröffentlichten Erhebung zu Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung 2015 hervor. 

Früher kommen und länger bleiben

Zudem wird fast die Hälfte (44,9%) der Erwerbstätigen gelegentlich in der Freizeit dienstlich kontaktiert. Kurzfristig ein bis zwei Stunden freizunehmen ist für rund die Hälfte der Erwerbstätigen sehr einfach (49,9%), ungeplant ein bis zwei Tage freizunehmen hingegen nur für knapp ein Drittel (32,6%). Außerdem arbeiten 39,3% der Erwerbstätigen in Österreich immer oder häufig unter Zeitdruck. Die Aufforderung länger am Arbeitsplatz zu bleiben oder früher zu kommen, erfolgt bei einem Viertel der Erwerbstätigen (25,7%) mindestens einmal wöchentlich, bei weiteren 14,8% seltener, aber mindestens einmal monatlich. Selbständige (41,7%) geben knapp doppelt so oft wie Unselbständige (23,3%) an, zumindest einmal in der Woche länger bleiben oder früher kommen zu müssen. Auch bestehen starke Unterschiede zwischen den Berufsgruppen bzw. Tätigkeitsniveaus: Besonders betroffen sind Führungskräfte (51,3%) sowie Beschäftigte in akademischen und vergleichbaren Berufen (33,1%). Nach Branchen erhalten Erwerbstätige in der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (34,5%) sowie Erwerbstätige in Beherbergung und Gastronomie (32,3%) am häufigsten eine Aufforderung zu flexiblen Arbeitszeiten.Mehr zum Thema: