COMET: Acht neue Projekte für Wissenschaft und Wirtschaft

19. Dezember 2016 Drucken
COMET: Acht neue Projekte für Wissenschaft und Wirtschaft
Anträge für neue K1-Kompetenzzentren können bis 4. Dezember bei der FFG eingereicht werden. |© Rainer Sturm / pixelio.de © Rainer Sturm / pixelio.de

Infrastrukturministerium und Wirtschaftsministerium investieren 12 Millionen Euro in österreichische Spitzenforschung. Neue K-Projekte fördern die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Die Steiermark ist dabei stark engagiert.  COMET-Programm als Basis Das Infrastrukturministerium und das Wirtschaftsministerium investieren in den kommenden Jahren 12 Millionen Euro in das COMET-Forschungsprogramm und fördern damit acht neue Exzellenz-Projekte in Österreich. Damit können  Forschungsprojekte […]

Infrastrukturministerium und Wirtschaftsministerium investieren 12 Millionen Euro in österreichische Spitzenforschung. Neue K-Projekte fördern die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Die Steiermark ist dabei stark engagiert. 

COMET-Programm als Basis

Das Infrastrukturministerium und das Wirtschaftsministerium investieren in den kommenden Jahren 12 Millionen Euro in das COMET-Forschungsprogramm und fördern damit acht neue Exzellenz-Projekte in Österreich. Damit können  Forschungsprojekte im Gesamtvolumen von über 43 Millionen Euro umsetzen.  Durch die Förderung der COMET-Kompetenzzentren stoßen Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium neue Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft an. Die thematischen Schwerpunkte der neu bewilligten Projekte liegen in den Bereichen Produktionstechnologien, Mobilität, Energie und Umwelt sowie Lebenswissenschaften. Von den acht geförderten K-Projekten beteiligt sich die Steiermark an insgesamt sieben K-Projekten, Kärnten und Tirol jeweils an zwei K-Projekten, Vorarlberg und Wien jeweils an einem K-Projekt. Die beiden Ministerien folgen damit einer Empfehlung der international besetzten COMET-Jury.

K-Porjekte als Rookie-Linie des COMET-Programms

Mit den acht neuen K-Projekten umfasst die Landkarte der Exzellenzzentren aktuell fünf K2-Zentren, 17 K1-Zentren und 26 K-Projekte. Das COMET-Programm wird vom Infrastrukturministerium und vom Wirtschaftsministerium finanziert sowie von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG abgewickelt. K-Projekte stellen die Newcomer Linie des COMET-Programms dar. Sie sollen Raum bieten für neue Ideen im Bereich der kooperativen Forschung“, erklären die Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

Mindestens drei Unternehmen

In den so genannten K-Projekten müssen mindestens ein wissenschaftlicher Partner (Hochschule, Forschungsinstitut) und mindestens drei Unternehmenspartner beteiligt sein. Die Laufzeit der K-Projekte beträgt bis zu vier Jahre. Die Förderung seitens des Bundes und der Länder beträgt maximal 675.000,- Euro pro Jahr und ist auf 45 Prozent des Gesamtvolumens beschränkt, Unternehmenspartner müssen mindestens die Hälfte der Kosten tragen, der Rest muss vom wissenschaftlichen Partnerinstitut getragen werden.Die neuen Projekte im Überblick

  • „CC FLOW – Center for Continuous Flow Synthesis & Processing”Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH, GrazBeteiligte Länder: SteiermarkZiel des K-Projektes CC FLOW ist es, die Expertise zur Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe durch die starke Vernetzung des Knowhows aller Partner des CC FLOW Konsortiums zu intensivieren.
  • DeSSnet – Dependable, secure and time-aware sensor networks“JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH, GrazBeteiligte Länder: Steiermark, KärntenZiel des K-Projektes ist mit Hilfe von hochentwickelten drahtlosen Sensornetzwerken Daten zu erfassen und auf Basis der Sensorrückmeldungen unterschiedliche Aktionen zu setzen. Produzenten von Chips und Sensoren können hierbei ihre Technologie weiterentwickeln und das Netzwerk kann energieeffizienter gestaltet werden.
  • “Flippr² – Future Lignin and Pulp Processing Research PROCESS INTEGRATION”Papierholz Austria GmbH, Frantschach-St.GertraudBeteiligte Länder: Kärnten, SteiermarkZiel des K-Projektes Flippr² ist es naturbasierte Rohstoffe bzw. Nebenprodukte der Papier- und Zellstoffindustrie (technisches Lignin und Feinstoff) zu gewinnen und daraus zusätzliche Wertschöpfung generieren.
  • „PolyTherm – Polymer Composites for Thermally Demanding Applications”Polymer Competence  Center Leoben GmbH (PCCL), LeobenBeteiligte Länder: SteiermarkPolymere und polymerbasierende Composite sind unverzichtbare Werkstoffe für die Elektronik und Elektrotechnik (Leitplatten, Transformatoren, etc.). Zentrale Ziele von PolyTherm sind unter anderem die  Simulation der Temperaturverteilung in Leistungselektronik-Systemen und die Verbesserung von thermo-mechanischen Eigenschaften. Somit wird die Qualität und Zuverlässigkeit neuartiger Werkstoffe auf höchstem Niveau garantiert.
  • „ReWaste4.0 – Recycling and Recovery of Waste 4.0“Montanuniversität Leoben – Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft, LeobenBeteiligte Länder: SteiermarkZiel des K-Projekts ist es in der Abfallwirtschaft Industrie 4.0 Ansätze zu untersuchen und umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt insbesondere auf vernetzten Recyclingprozessen höchster Qualität. Das K-Projekt ReWaste4.0 ermöglicht einen schonenden Umgang mit Ressourcen, Reduktion der Treibhausgasemissionen und einen Ausbau der Exzellenz in Abfall- und Umwelttechnologie in Österreich.
  • „SafeBattery – Safe Lithium-Based Traction Batteries”Technische Universität Graz – Institut für Fahrzeugsicherheit, GrazBeteiligte Länder: SteiermarkDas Ziel von SafeBattery ist das Langzeitverhalten von Batterien in Elektrofahrzeugen unter Berücksichtigung von Crashbelastungen und Batteriealterung zu untersuchen. Die Frage der Lebensdauer ist essenziell um beispielsweise Garantieleistungen, Zuverlässigkeit und Sicherheit für Kunden und Autohersteller besser abschätzen zu können. Das in SafeBattery gewonnene Wissen liefert einen wichtigen Beitrag, um die Sicherheit von Batterien in Elektrofahrzeugen unter allen Bedingungen zu gewährleisten.
  • „TCCV – Textile Competence Centre Vorarlberg”Universität Innsbruck – Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik, DornbirnBeteiligte Länder: Vorarlberg, Tirol, WienDie Vision des TCCV ist durch exzellente Forschung im Bereich der Smart Textiles (z.B textile Hochleistungsmaterialien) eine Spitzenposition in dieser Branche erarbeiten. Die Anwendungsfelder von smarten Textilien sind vielfältig: Sie liegen beispielsweise in der Medizin und Pflege in der Überwachung von Wundheilungsprozessen oder in der Übertragung von Herzfrequenzen. Die Forschungsergebnisse ermöglichen somit den Zugang zu neuen Hochleistungsmaterialien, welche die österreichische Textilindustrie im internationalen Wettbewerb stärkt und somit Arbeitsplätze in der Textilbranche in Österreich absichert.
  • „WoodCAR – Wood for Automotive Applications”Weizer Energie- Innovations- Zentrum GmbH, WeizBeteiligte Länder: Steiermark, TirolIm Rahmen des K-Projekts WoodCAR sollen Grundlagen geschaffen werden, Holz als Leichtbaumaterial im Fahrzeugbau einzusetzen. Beispielsweise ist daher ein umfassendes Verständnis von Materialverhalten bei Crash und die geeignete Materialauswahl gefordert. Durch die Einbeziehung des Werkstoffs Holz wird ein wertvoller Beitrag für Kosten- und Gewichtsreduktion sowie CO2-Bilanz geleistet.

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