Studie: Kunden sehen keinen Nutzen in Mobile Payment

20. Dezember 2016 Drucken
Studie: Kunden sehen keinen Nutzen in Mobile Payment
Mobile Payment: Die Konkurrenz am heimischen Markt wächst. © payleven © payleven

Im mobilen Bezahlen etwa per Smartphone sieht die überwiegende Mehrheit der Verbraucher keinen Nutzen. In Deutschland stoße diese Zahlungsart in allen Altersgruppen auf Zurückhaltung, ergab eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte.

Ernüchternd

Nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz verwendet demnach solche Bezahlmethoden. Die Ergebnisse der Studie sind für Anbieter mobiler Bezahlsysteme ernüchternd“, sagte Klaus Böhm, Direktor bei Deloitte. Ein Durchbruch scheine in weiter Ferne zu liegen.

In Japan bei 50 Prozent

Im europäischen Vergleich bildet Deutschland damit das Schlusslicht. Nur vier Prozent der Deutschen wollten per Smartphone im Geschäft bezahlen. Weltweiter Spitzenreiter sei dagegen Japan, hier nutze gut die Hälfte der Bevölkerung (49 Prozent) die Möglichkeit des Bezahlens mit dem Mobiltelefon.

Kein Nutzen erkennbar

Zwar spielten auch Sicherheitsbedenken eine wichtige Rolle, das Hauptargument gegen das Bezahlen per Smartphone sei jedoch der fehlende erkennbare Mehrwert. Knapp die Hälfte der Befragten nennt diesen Grund, etwa einem Zehntel fehlt es an entsprechenden Akzeptanzstellen, oder sie finden das Verfahren zu kompliziert. Für die Anbieter gelte es, Übersichtlichkeit zu schaffen, etwa durch flächendeckende Angebote gemeinsam mit Partnern, rät Deloitte. Für die Ergebnisse in Deutschland wurden nach Angaben von Deloitte knapp über 2.000 Nutzer befragt, die Studie sei damit repräsentativ. (APA)

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