Fachkräfteverordnung: Köche und Kellner nicht auf Mängelberufsliste

23. Dezember 2016 Drucken
Fachkräfteverordnung: Köche und Kellner nicht auf Mängelberufsliste
© Stefanie Salzer-Deckert/pixelio.de

Nach der Veröffentlichung der Fachkräfteverordnung kommt Kritik von der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dass Köche und Restaurantfachkräfte nicht auf die Mangelberufsliste aufgenommen wurden. Das Ministerium kontert mit dem Verweis auf mehr als 60.000 Arbeitslose in Österreich aus Tourismusberufen. Keine Berücksichtigung „Dass der Wintertourismus verzweifelt Fachkräfte sucht, wird vom zuständigen Sozialminister […]

Nach der Veröffentlichung der Fachkräfteverordnung kommt Kritik von der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dass Köche und Restaurantfachkräfte nicht auf die Mangelberufsliste aufgenommen wurden. Das Ministerium kontert mit dem Verweis auf mehr als 60.000 Arbeitslose in Österreich aus Tourismusberufen.

Keine Berücksichtigung

„Dass der Wintertourismus verzweifelt Fachkräfte sucht, wird vom zuständigen Sozialminister Stöger völlig ignoriert“, kritisierte WKÖ-Sparten-Obfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher. Auch der Vorschlag der Bundessparte Tourismus, eine regionale Betrachtung der Stellenandrangszahlen vorzunehmen, sei vom Tisch gewischt worden, obwohl das Gesetz dies zulassen würde.

Sieben Arbeitssuchende auf eine offene Stelle

Vom Sozialministerium wird auf die hohe Arbeitslosigkeit im Tourismus und Gastronomie innerhalb Österreichs verwiesen. Außerdem könne die heimische Wirtschaft im gesamten EU-Raum nach Fachkräften für den Bereich suchen. Aktuell seien mehr als 60.000 Personen in Österreich, die zuvor einen Tourismusberuf ausgeübt haben, auf Arbeitssuche. Aktuell seien dem AMS rund 5.800 offene Stellen in Tourismusberufen gemeldet. Damit kommen vor dem Saisonbeginn im Tourismus mehr als 10 Arbeitssuchende auf eine offene Stelle. Selbst in den „Tourismusbundesländern“ kommen aktuell zumindest sieben Arbeitssuchende auf eine offene Stelle, heißt es vom Ministerium.

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