„digital roadmap“: Das ist die digitale Strategie der Republik

23. Januar 2017 Drucken
„digital roadmap“: Das ist die digitale Strategie der Republik
Die Digitalsierung braucht Experten. NÖ startet über das AMS ein Umschulungs- und Weiterbildungsprogramm. |© APA © APA

Österreich hat nun eine „digital roadmap“. Die digitale Gesamtstrategie für die Republik  soll eine Klammer für die vielen digitalen Teilstrategien bilden. Das sagten die Digitalisierungsstaatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) und Wirtschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) bei der Präsentation der „roadmap“. 150 geplante Maßnahmen, Kosten offen Definiert wurden zwölf strategische Leitprinzipien bzw. Ziele mit zwölf nachgelagerten Feldern im […]

Österreich hat nun eine „digital roadmap“. Die digitale Gesamtstrategie für die Republik  soll eine Klammer für die vielen digitalen Teilstrategien bilden. Das sagten die Digitalisierungsstaatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) und Wirtschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) bei der Präsentation der „roadmap“.

150 geplante Maßnahmen, Kosten offen

Definiert wurden zwölf strategische Leitprinzipien bzw. Ziele mit zwölf nachgelagerten Feldern im Querschnittthema der Digitalisierung, die im 21. Jahrhundert in mehr und mehr Gesellschafts-, Lebens- und vor allem auch Arbeits- und Wirtschaftsbereiche einzieht. Einhergehend gibt es 150 geplante Maßnahmen. Eingebunden sind alle Ressorts der Bundesregierung. Besonders große Ziele sind unter anderen der Ausbau der digitalen Infrastruktur, das Schließen der digitalen Kluft durch digitale (Weiter-)Bildung, 5G (5. Mobilfunk-Generation), und auch das ins Boot holen von kleineren Firmen, die sich bisher nicht mit dem Digitalisierungsthema auseinandergesetzt haben.

Staatliche Investitionen müssen Privatengagement beflügeln

Zu den Kosten für die vielen geplanten Maßnahmen machten die Politiker auf Nachfragen keine Angaben. Jedenfalls müsse der Staat investieren, so Mahrer und Duzdar unisono – auch um private Invests auszulösen. Gelder könnten im Digitalisierungsbereich künftig etwa auch aus dem Juncker-Fonds abgeholt werden. Alle Ressorts dürften mehr oder weniger große Teile ihres bisher zugeteilten Budgets locker machen. Auch Teile der Infrastrukturmilliarde dürften Verwendung finden, wie die Regierungspolitiker andeuteten. Von einem möglichen riesigen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (plus 50 Mrd. Euro bis 2030) und zahlreichen neuen Jobs (80.000 bis 100.000 alleine im IKT-Bereich) war die Rede.

5G-Lizenz im Abtausch gegen Breitband-Investitionen?

Auf 5G bezogen – hier soll laut Mahrer auch noch heuer ein Masterplan erarbeitet werden und Österreich könne zum Pilotland werden – könnte auch das bisherige Vorgehen über Bord geworfen werden, Lizenzen an die Betreiber zu versteigern. Diese könnten auch ohne Einnahmen vergeben werden – und das Gegengeschäft wäre, dass das ausgewählte Unternehmen garantiert, einen möglichst flächendeckenden hohen Zugang in das Netz der Zukunft zu bieten. Das sei aber noch zu überlegen. Österreich müsse sich an den Weltbesten orientieren, wie etwa Südkorea, Japan, Schweden oder Estland. Mehr zum Thema