Alle Details zur Einheitswert-Feststellung von land- und forstwirtschaftlichen Liegenschaften

04. Februar 2017 Drucken
Alle Details zur Einheitswert-Feststellung von land- und forstwirtschaftlichen Liegenschaften
© Rainer Sturm/pixelio.de

Die Einheitswerte für die Land- und Forstwirtschaft wurden ab 2014 neu festgestellt, um die Besteuerungsgrundlagen zu aktualisieren. Steuerlich wirksam sind die neuen Einheitswerte-Bescheide seit 01.01.2015. Nicht alle Grundbesitzer müssen sich erklären Die Landwirtschaftskammer Österreich liefert auf ihrer Homepage (Link siehe unten) wichtige Details zu der Erhebung: Wer unter den Grundbesitzern keine Formulare zugesandt erhalten hat, […]

Die Einheitswerte für die Land- und Forstwirtschaft wurden ab 2014 neu festgestellt, um die Besteuerungsgrundlagen zu aktualisieren. Steuerlich wirksam sind die neuen Einheitswerte-Bescheide seit 01.01.2015.

Nicht alle Grundbesitzer müssen sich erklären

Die Landwirtschaftskammer Österreich liefert auf ihrer Homepage (Link siehe unten) wichtige Details zu der Erhebung: Wer unter den Grundbesitzern keine Formulare zugesandt erhalten hat, muss sich nicht grämen: Kleinere wirtschaftliche Einheiten ohne Hofstelle mit weniger als fünf Hektar Landwirtschaft oder weniger als zehn Hektar Forstflächen haben in der Regel keine Erklärungsformulare erhalten. Sie werden ab Oktober gleich den neuen Einheitswert-Bescheid erhalten, sofern alle erforderliche Daten dem Finanzamt vorliegen.Für die österreichische Land- und Forstwirtschaft ist der Einheitswert in Form des Ertragswertes die Grundlage für eine Reihe von Steuern, Abgaben und Beihilfen sowie der Beiträge für die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) ist. Die neuen Einheitswertbescheide sind steuerlich (z. B. Grundsteuer, Einkommensteuer) grundsätzlich ab 01.01.2015 wirksam und auf die Beitragsgrundlage für die SVB wirkt er sich erst ab 2017 aus.

Scheibchenweise

Die Umsetzung der Einheitswerte-Hauptfeststellung wird in zwei Etappen erfolgen. Zuerst sind die zum Stichtag 01.01.2014 vorliegenden Verhältnisse des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens zu erklären. Im zweiten Schritt berechnet die Finanzbehörde dann die individuellen Einheitswerte auf Grundlage der neuen Kundmachungen beziehungsweise Richtlinien und stellt einen Bescheid aus. Im Rahmen der Hauptfeststellung hat grundsätzlich jeder Grundeigentümer, der vom Finanzamt aufgefordert wird, eine Erklärung abzugeben, dies entweder schriftlich oder mittels Finanzonline zu tun.

Was ist bei der Neufeststellung zu beachten?

Als Stichtag für die Hauptfeststellung gilt der 01.01.2014, das heißt, es sind jene Verhältnisse maßgebend, wie sie an diesem Tag gegeben waren. Die Erhebungen erfolgen über Fragebögen (Erklärungsformulare) entweder in Papierform oder elektronisch über Finanzonline des Bundesministeriums für Finanzen. Die Einheitswerte stellen, anders als die AMA, auf das Eigentum und nicht auf das Nutzerprinzip ab. Die Erhebung und Neufestsetzung erfolgt für alle Unterarten des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens wie Landwirtschaft (einschließlich Alpen, Obst- und Sonderkulturen), Forstwirtschaft, Weinbau etc.
Die Details der Wertfesstellung sind in den Formularen durchaus komplex. Für jene, die ihrer Auskunftspflicht erst jetzt nachkommen, stehen die zuständigen Finanzämter unverändert als Ansprechstellen zur Verfügung.  Daneben gibt es unter der Hotline des BMF 050/233720  Hilfe bei allen Fragen rund um die land- und forstwirtschaftliche Hauptfeststellung.