Seilbahnen: Chance auf Rekordsaison lebt

27. April 2017 Drucken
Seilbahnen: Chance auf Rekordsaison lebt
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Sommer-Seilbahnen stellen eine wichtige Ergänzung zum’Ganzjahreserlebnis Berg‘ dar.

Österreichs Seilbahnen haben mit Stand Ende März in der Wintersaison 2016/2017 ein kleines Umsatz-Minus eingefahren. Der Kassenumsatz liege 0,8 Prozent unter jenem zum selben Zeitpunkt des Vorjahres, sagte der Fachverbands-Obmann der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer, Franz Hörl, bei einer Pressekonferenz. Er gehe aber davon aus, dass man dies im April noch wettmache und am Ende „ein bis drei Prozent Plus“ stehe.

April muss Umsatzlücke schließen

Damit würde man sogar die Rekordsaison 2015/2016 mit einem Brutto-Kassenumsatz von rund 1,3 Mrd. Euro übertreffen, so Hörl am Rande der Fachmesse „Interalpin“ in Innsbruck. Da Ostern heuer auf den April gefallen sei, rechnete der Seilbahn-Chef in diesem Monat jedenfalls noch mit einem „Aufholeffekt“. Die endgültigen Zahlen würden dann in drei Wochen vorliegen.

Kein leichter Winter

Bei den Ersteintritten habe man mit Ende März ein Minus von 3,5 Prozent verzeichnet. Nach einem optimalen Start mit den meisten Ersteintritten seit zehn Jahren sei ein schwacher Dezember gefolgt, daraufhin ein konstant guter Jänner und trotz wenig Schneefall ein zufriedenstellender Februar. Der März sei schließlich in doppelter Hinsicht „anders gewesen: erstens wegen dem „Wegfall“ von Ostern, zweitens wegen überdurchschnittlich hoher Temperaturen. „Es war kein leichter Winter“, zog Hörl eine vorläufige Bilanz. Der Winter habe aber gezeigt, dass sich Investitionen in „Komfort, Sicherheit und Schnee“ letztlich rechnen würden. Von der Wetterlage profitiert hätten diesmal etwa kleinere Skigebiete im Osten des Landes.

Das ganze Jahr am Berg

Indes richteten die Verantwortlichen bereits den Blick nach vorne. Weiter an Bedeutung gewinnt laut Fachverbands-Geschäftsführer Erik Wolf der „Seilbahn-Sommer“: „Sommer-Seilbahnen stellen eine wichtige Ergänzung dar, ermöglichen das ‚Ganzjahreserlebnis Berg‘ und erhöhen zugleich die Beschäftigung bei den Seilbahnen“.