Tourismus: Warum die Investitionsbereitschaft wieder steigt

02. Mai 2017 Drucken
Tourismus: Warum die Investitionsbereitschaft wieder steigt
© Lech Zuers Tourismus/Hanno Mackowitz

Warum Österreichs Tourismusbetriebe 2016 und 17 wieder mehr investieren

Die Investitionsbereitschaft im heimischen Tourismus ist 2016 wieder deutlich gestiegen. Das bewilligte Kreditvolumen stieg gegenüber dem Jahr davor um 54 Prozent von 143 auf 221 Mio. Euro. Investitionen über 660 Mio. Euro werden vom Bund mitfinanziert, das ist ein Plus von rund 63 Prozent. Für 2017 ist eine Verdoppelung des ÖHT-Rahmens für einzelbetriebliche Haftungen auf 500 Mio. Euro geplant.

Investitionszuwachsprämie hat gegriffen

Zusätzliche Impulse werden mit der Investitionszuwachsprämie für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) gesetzt. Von deren Gesamtfördervolumen von 175 Mio. Euro entfallen rund 40 Mio. auf die Tourismus- und Freizeitwirtschaft, heißt es im „Bericht über die Lage der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Österreich 2016“, den Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) beim nächsten Ministerrat vortragen wird. Von der Investitionszuwachsprämie für große Unternehmen werden Tourismusunternehmen voraussichtlich mit rund 10 Mio. Euro profitieren. Und mit dem neuen Beschäftigungsbonus soll zudem die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze unterstützt werden.

2016 war Ausnahmejahr

2016 sei aufgrund der geopolitischen Lage ein Ausnahmejahr mit einem starken Gästeanstieg aus traditionellen Herkunftsmärkten gewesen, heißt es im Bericht weiter. Österreich habe einen Ruf als sichere Reisedestination und gerade in Krisenzeiten zähle dieser Ruf doppelt.

Zuwächse bei Urlaubern aus CEE-Ländern

Neben dem guten Abschneiden bei Gästen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden seien auch deutliche Zuwächse bei Urlaubern aus CEE-Ländern wie Tschechien und Ungarn oder Fernmärkten wie China verzeichnet worden.

Internationalisierung bleibt Ziel

Die Renaissance der Nahmärkte sollte nicht zu einem kurzfristigen Strategiewechsel verleiten, so Mitterlehner, deshalb bleibe die weitere Internationalisierung das Ziel. Ein besonderes Augenmerk gelte dabei der Entwicklung des russischen Markts. Nachdem es seit 2014 deutliche Rückgänge bei den Übernachtungen gab, zeichne sich seit Oktober 2016 eine leichte Trendwende ab. „Nicht zuletzt aus diesem Grund haben wir 2017 zum Tourismusjahr Österreich-Russland ausgerufen“, heißt es in dem Bericht. (APA)