Optimistische Geschäftsführer: Gute Geschäfte bei wachsendem Fachkräftemangel

03. Mai 2017 Drucken
Optimistische Geschäftsführer: Gute Geschäfte bei wachsendem Fachkräftemangel
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Der Fach- und Führungskräftemangel macht immer mehr Unternehmen zu schaffen. Für 58 Prozent der Firmenchefs hat die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität in diesem Jahr Priorität in der HR-Arbeit ihres Unternehmens.

Aktuell gute Auftragslage

Die Geschäfte in österreichischen Unternehmen laufen so gut wie schon lange nicht mehr: Ein Drittel der Geschäftsführer in Österreich berichtet von stark steigenden Umsätzen in ihrem Unternehmen; ein Viertel erklärt, dass der Firmenumsatz im Vergleich zum Vorjahr stark zugelegt hat, so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Personal- und Managementberatung Kienbaum.

Es geht voran

Und für die Zukunft sind die Aussichten noch besser, so die Erwartung der österreichischen Geschäftsführer: 60 Prozent der Firmenchefs prognostizieren steigende oder stark steigende Umsätze für dieses Jahr, 45 Prozent erwarten eine verbesserte Profitabilität und fast ebenso viele Geschäftsführer gehen davon aus, dass ihr Unternehmen in diesem Jahr seine Marktanteile im Inland deutlich steigern wird, ergab die Kienbaum-Umfrage. Für die Studie hat das Beratungsunternehmen mehr als 100 österreichische Firmen vom Start-up bis zum Konzern befragt.

Prognosen für internationale Märkte sind noch positiver

Auf den internationalen Märkten sind die Aussichten noch besser: 64 Prozent der Geschäftsführer erwarten eine positive Marktentwicklung ihres Unternehmens in Europa, 54 Prozent prognostizieren, dass ihre Firma auf den außereuropäischen Märkten künftig noch bessere Geschäfte macht als bislang.

Persönlicher Kundenkontakt ist Basis für Vertriebserfolg

Basis für diesen geschäftlichen Erfolg ist ein professioneller Vertrieb. Erfolgsfaktor Nummer eins ist der persönliche Kundenkontakt: 63 Prozent der Geschäftsführer halten den persönlichen Draht für den wichtigsten Faktor für vertrieblichen Erfolg. Die Qualifikation der Vertriebsmitarbeiter ist aus Sicht von 46 Prozent der Teilnehmer an der Kienbaum-Studie besonders relevant. Deshalb sind Budgets für Weiterbildung und Coaching von Vertriebsmitarbeitern eine besonders lohnende Investition, heißt es nicht ganz uneigennützig in der Befragung der HR-Beratung Kienbaum in Wien

Arbeitgeberattraktivität und Weiterbildung haben Priorität

Der Fach- und Führungskräftemangel macht immer mehr Unternehmen zu schaffen. Auf der Agenda der Personalbereiche in österreichischen Unternehmen sollten aus Sicht der Geschäftsführer zwei Themen ganz oben stehen: Für 58 Prozent der Firmenchefs hat die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität in diesem Jahr Priorität in der HR-Arbeit ihres Unternehmens. Auf Platz zwei der Rangliste der Personalarbeit sehen sie mit 40 Prozent die Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter. Für die Personalchefs ist hingegen die Steigerung der Führungsqualität Aufgabe Nummer eins in diesem Jahr: Das sagen 54 Prozent der befragten HR-Leiter.

Digitalisierung und Dienstleistung

Dienstleistungsunternehmen sehen sich von der Digitalisierung am stärksten betroffen: Ein Viertel der von Kienbaum befragten Geschäftsführer aus dieser Branche sagen, dass die digitale Transformation ihre Firma sehr stark herausfordert und weitere 63 Prozent sehen eine eher starke Beeinflussung durch diese Entwicklung. Im Handel sind die Auswirkungen hingegen weniger zu spüren: Immerhin elf Prozent der Geschäftsführer aus diesem Sektor sagen, dass ihr Unternehmen eher wenig von der Digitalisierung beeinflusst wird, 56 Prozent schätzen den Einfluss lediglich als moderat ein. Deshalb müssen Unternehmen in der Lage sein, Trends frühzeitig zu erkennen, Innovationen mutig voranzutreiben und vorausschauend in die Zukunft zu investieren.

 

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