Wiedereingliederungsteilzeitgesetz tritt ab 1. Juli 2017 in Kraft

24. Mai 2017 Drucken
Wiedereingliederungsteilzeitgesetz tritt ab 1. Juli 2017 in Kraft
©Albrecht E. Arnold/pixelio.de

Die bisherige Normalarbeitszeit muss mindestens um ein Viertel, aber höchstens um die Hälfte reduziert werden.

Nach längerer Krankheit ist eine sofortige Rückkehr zur vollen Arbeitszeit oft weder sinnvoll noch möglich. Zur Erleichterung der Wiedereingliederung können Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Herabsetzung der bisherigen Arbeitszeit und des bisherigen Entgelts im Rahmen einer Wiedereingliederungsvereinbarung vereinbaren. Hier die wichtigsten Regelungen dazu.

Die Voraussetzungen für eine Wiedereingliederungsvereinbarung

  • ein mindestens sechswöchiger ununterbrochener Krankenstand,
  • Mindestdauer des Arbeitsverhältnisses vor Antritt der Wiedereingliederungsteilzeit mindestens drei Monate,
  • Bestätigung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Wiedereingliederungsteilzeit,
  • die Erstellung eines Wiedereingliederungsplans,
  • Beratung durch fit2work (kann unter bestimmten Voraussetzungen entfallen).

Die bisherige Normalarbeitszeit muss mindestens um ein Viertel, aber höchstens um die Hälfte reduziert werden. Die Wiedereingliederungsteilzeit dauert zwischen mindestens einem und maximal 6 Monaten mit einer einmaligen Verlängerungsmöglichkeit (in der Dauer zwischen einem bis 3 Monaten).

In Betrieben, in denen ein für den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin zuständiger Betriebsrat eingerichtet ist, ist dieser den Verhandlungen über die Ausgestaltung der Wiedereingliederungsteilzeit beizuziehen.

Dem Mitarbeiter wird sein Entgeltausfall durch das von der Gebietskrankenkasse gezahlte Wiedereingliederungsgeld ausgeglichen.