Warum Supermärkte bevorzugt heimisches Obst und Gemüse verkaufen

11. Juli 2017 Drucken
Warum Supermärkte bevorzugt heimisches Obst und Gemüse verkaufen
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Die Supermärkte in Österreich haben ein großes Angebot an heimischen Waren bei Obst und Gemüse. Das hat ein Marktcheck von Greenpeace ergeben.

Die Supermärkte in Österreich haben ein großes Angebot an heimischen Waren bei Obst und Gemüse. Das hat ein Marktcheck von Greenpeace ergeben. Für diesen wurden zwölf Sorten, darunter Weintrauben und Erdäpfel, ausgewählt, die typisch für die jeweilige Saison sind und die auch in Österreich angebaut werden können. Mehr als die Hälfte der Produkte waren aus Österreich. Bio war dabei aber die Ausnahme.

60 Prozent österreichische Produkte

Als beste Note gab es ein „Gut“, sowohl für den Testsieger Merkur als auch für Billa und Hofer auf den Plätzen zwei und drei. „Ob bei Erdbeeren oder Spargel, der Griff zu heimischen Obst- und Gemüseprodukten ist auf jeden Fall möglich“, sagte Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. Im Schnitt stammten über 60 Prozent der abgefragten Produkte aus Österreich.

Geringer Transportaufwand

Das schont das Klima, betonte die Umweltorganisation: Äpfel, die beispielsweise aus Neuseeland angeschifft werden, sind laut Greenpeace fast sieben Mal so klimaschädlich wie Äpfel aus der Region. Nicht nur der Transport, auch die massive Bewässerung in heißen und trockenen Regionen wirken sich negativ auf die Klimabilanz aus.

Nur acht Prozent aus Bio-Anbau

Weniger zufrieden zeigten sich die Umweltschützer mit dem Bio-Anteil: Dieser müsse sich deutlich erhöhen. Derzeit sind bei den abgefragten Produkten, ob aus Österreich oder aus dem Ausland, durchschnittlich knapp acht Prozent bio. Bei Obst- und Gemüse aus Österreich ist der Anteil noch geringer. Bei dem Marktcheck konnten in der Kategorie „Bio aus Österreich“ Merkur, Billa und Hofer punkten. Lidl landete auf dem letzten Platz. (APA)