Ferialjobs: Wann sind Abgaben fällig – und wann nicht

18. Juli 2017 Drucken
Ferialjobs: Wann sind Abgaben fällig – und wann nicht
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Für Ferialjobs fallen bis zu einem monatlichen Bruttobezug von € 425,70 (Wert 2017) bei wegen geringfügi­ger Beschäftigung keine Dienstnehmer-Sozialversicherungsbeiträge an.

Ferialjobs für Schüler und Studenten sind in der Regel voll sozialversicherungs- und steuerpflichtig. Die Wiener Steuerberaterin Eva Pernt informiert, wann Ausnahmen greifen.

SV-Rückvergütungen nicht vergessen

Für Ferialjobs fallen bis zu einem monatlichen Bruttobezug von € 425,70 (Wert 2017) bei  geringfügi­ger Beschäftigung keine Dienstnehmer-Sozialversicherungsbeiträge an. Liegt der Monatsbezug über dieser Grenze, werden dem Kind die vollen SV-Beiträge abgezogen. Allerdings kann es bei niedrigen Einkünften bei der Ver­anlagung zu einer SV-Rückvergütung (auch als „Negativsteuer“ bezeichnet) kommen. Danach können 50 % der SV-Beiträge bis max € 400 (€ 500 mit Pendlerpauschale) vom Finanzamt vergütet werden.

Bei Werkverträgen: USt-Frage klären

Bei Ferialjobs in Form von Werkverträgen oder freien Dienstverträgen, bei denen vom Auftraggeber kein Lohnsteuerabzug vorge­nommen wird, muss ab einem Jahresein­kommen (Bruttoeinnahmen abzüglich der mit der Tätigkeit verbundenen Ausgaben) von € 11.000 für das betreffende Jahr eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden. Eine Ferialbeschäftigung im Werk­vertrag bzw freien Dienstvertrag unterliegt grundsätzlich auch der Umsatzsteuer (im Regelfall 20 %>). Umsatzsteuerpflicht besteht jedoch erst ab einem Jahresumsatz (= Brutto­einnahmen inklusive 20 % Umsatzsteuer) von mehr als € 36.000 (bis dahin gilt die unechte Steuerbefreiung für Kleinunternehmer). Eine Umsatzsteuererklärung muss bei Umsätzen über € 30.000 netto abgegeben werden.

 

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