Wie viel dürfen Schüler und Studenten bei Ferialpraktika dazuverdienen?

22. August 2017 Drucken
Wie viel dürfen Schüler und Studenten bei Ferialpraktika dazuverdienen?
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Der Sommer neigt sich dem Ende zu und Ferialpraktika von Schülern und Studenten laufen langsam aus.  Dies ist meist der Zeitpunkt, wo der willkommene Zuverdienst auf seine Verträglichkeit mit anderen sozialen Leistungen wie Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag oder Stipendium geprüft wird. Die Wiener Steuerberatung LBG Österreich hat die Zuverdienstgrenzen für Schüler und Studenten untersucht.

Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag

Ab dem 20. Lebensjahr dürfen österreichische Studierende pro Jahr bis zu € 10.000 verdienen, ohne eine zustehende Familienbeihilfe zu verlieren. Relevant für diese Grenze ist das zu versteuernde Einkommen: Bruttogehalt (ohne Sonderzahlungen) minus Sozialversicherungsbeiträge. Nicht zum Einkommen zählen etwa: Waisenpensionen, Waisenversorgungsgenüsse, Lehrlingsentschädigungen, Einkommen vor oder nach der Zeit der Anspruchsberechtigung auf Familienbeihilfe, einkommensteuerfreie Bezüge (z. B. Sozialhilfe, Pflegegeld, Studienbeihilfe, Arbeitslosengeld, Kinderbetreuungsgeld). Übersteigt das Jahreseinkommen die Grenze von € 10.000,00, so verringert sich die Familienbeihilfe um diesen Betrag.

Studienbeihilfe

Neben dem Bezug von Studienbeihilfe können € 10.000 dazuverdient werden, ohne dass es zu einer Kürzung der Beihilfe kommt. Dieser Betrag kann sich erhöhen, wenn Unterhalt für eigene Kinder geleistet wird (um mindestens € 2.988,00 je Kind). Als Unselbständiger ist für die Zuverdienstgrenze das Gesamtjahreseinkommen heranzuziehen: Bruttoeinkommen (inklusive Sonderzahlungen) plus Überstundenabgeltungen und Abfertigungen minus Sozialversicherungsbeiträge, Sonderausgaben- und Werbungskostenpauschale.

Kindergeld und Renten kürzen staatliche Stipendien

Laut Studienförderungsgesetz gelten neben den steuerpflichtigen Einkünften auch z. B. Renten oder Sozialtransfers wie Karenzgeld, Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Weiterbildungsgeld, Sozialhilfe, Notstandshilfe, Kindergeld, Pensionen (auch Waisenpension) und Auszahlungen aus Vorsorgekassen als Einkommen. Wenn das Einkommen die Jahresgrenze überschreitet, erfolgt eine Kürzung bzw. Rückforderung der Studienbeihilfe.

 

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