Europameister der Forschung: Das Innovationsnetzwerk der Steiermark

25. August 2017 Drucken
Europameister der Forschung: Das Innovationsnetzwerk der Steiermark
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Nach Erhebung der Statistik Austria für 2015 hat die Steiermark ihre Forschungs- und Entwicklungsquote auf 5,16 Prozent des Bruttoregionalproduktes gesteigert. Die Steiermark ist mit seinem Innovationsnetzwerk das Forschungsland Nummer 1 in Österreich und in Europa. Denn auch im Vergleich der 276 EU-Regionen liegt die Steiermark an der Spitze. Hinter der Steiermark folgen die britische Region „East Anglia“ mit 4,98 Prozent und Baden-Württemberg mit 4,94 Prozent. Nicht unerheblich: Laut Aussendung der Landesregierung unterstützt der Bund über das bmvit Forschung und Entwicklung in der Steiermark in den kommenden Jahren mit rund 850 Millionen Euro

Erfolgsrezept Innovatiopnsnetzwerk

Die Landesregierung führt das F&E-Wachstum auf die Zusammenarbeit der Unternehmen mit den Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zurück. Im Zentrum steht dabei die  steirische Forschungsgesellschaft Joanneum Research, die mit 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen Österreichs ist und auf die COMET-Kompetenzzentren. Die Steiermark ist an 25 von 44 österreichischen Zentren beteiligt, 19 haben ihren Hauptsitz in der Steiermark. Die Kompetenzzentren sind wichtige Arbeitgeber im Forschungsbereich. Von den rund 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei den Zentren in der Steiermark beschäftigt sind, sind 867 Forscherinnen und Forscher.

Ausbau der K2-Zentren

Auch beim letzten Call für K2-Zentren, das sind die größten Kompetenzzentren, hat die Steiermark ihre Top-Position in Österreich unter Beweis gestellt. Es wurden drei Zentren genehmigt. Zwei davon, das IC-MPPE  in Leoben und das K2 Digital Mobility in Graz haben ihren Sitz in der Steiermark. Ein weiteres Aushängeschild ist die „innoregio styria“, ein von der Industrie initiiertes Innovationsnetzwerk von Unternehmen, universitären und außeruniversitären Forschungsinstitutionen sowie weiteren regionalen Akteuren.

2,23 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung

Insgesamt wurden im Jahr 2015 in der Steiermark 2,23 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Der Großteil davon von den Unternehmen, die 1,69 Milliarden Euro aufwendeten. Die Investitionen des öffentlichen Sektors betrugen 543,2 Millionen Euro. Damit werden 75,7 Prozent der F&E-Investitionen in der Steiermark von den Unternehmen getätigt.

Automotiver Schwerpunkt

Innerhalb der Industrie wird in allen Branchen an innovativen Produkten und Dienstleistungen gearbeitet. Besonders intensiv in den Bereichen der Fahrzeugindustrie aber auch in der Elektronik- und Elektrotechnik, im Maschinenbau oder etwa der Kunststofftechnik.

Hotspot der Mikroelektronik

Der im Vorjahr gemeinsam mit Kärnten gegründete Mikroelektronik-Cluster „Silicon Alps“ hat 72 Mitglieder. Noch heuer wird das „Silicon Austria Lab“ mit Standorten in Graz, Linz und Villach seine Arbeit aufnehmen. Das Forschungszentrum wird die Steiermark im Bereich Mikroelektronik zu positionieren. Die Gesamtkoordination und die Geschäftsführung von Silicon Austria werden in Graz sein. Damit entstehen in der Steiermark bis zu 200 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze. Der Bund, die Länder Steiermark, Kärnten und Oberösterreich und die Unternehmen investieren in den kommenden fünf Jahren insgesamt 280 Millionen Euro in Silicon Austria.

 

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