Künstliche Intelligenz sorgt für mehr Jobs und steigende Umsätze

12. September 2017 Drucken
Künstliche Intelligenz sorgt für mehr Jobs und steigende Umsätze
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Drei Viertel der Unternehmen steigern durch Einsatz künstlicher Intelligenz ihren Absatz um 10 Prozent. Und 83 Prozent der  Unternehmen berichten, dass Künstliche Intelligenz (KI)  Jobs geschaffen habe, heißt es in einer globalen Studie von Capgemini. Zudem hebe der Einsatz künstlicher Intelligenz  die Wachstumschancen: Drei Viertel der Unternehmen steigerten ihren Absatz um zehn Prozent, was sie direkt auf die Einführung von KI zurückführen. Die Studie „Turning AI into concrete value: the successful implementers‘ toolkit“ von Capgemini hat fast 1.000 Unternehmen mit einem Umsatz über 500 Millionen US-Dollar befragt. Im Allgemeinen bezeichnet künstliche Intelligenz oder KI den Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden, d. h., einen Computer zu bauen oder so zu programmieren, dass er eigenständig Probleme bearbeiten kann.

Mehr Arbeitsplätze für höher qualifizierte Mitarbeiter

Laut Studie haben vier von fünf Unternehmen (83 Prozent) durch Technologien der Künstlichen Intelligenz neue Jobs geschaffen. Dies seien in erster Linie Jobs für erfahrene Kräfte, zwei von drei Stellen entstehen im Führungskräfteumfeld. Außerdem gaben mehr als 63 Prozent der Unternehmen, die KI im großen Stil implementieren, an, durch KI keine Stellen abzubauen. Dementsprechend bildet die Mehrheit der Unternehmen (71 Prozent) ihre Mitarbeiter  in Umschulungen und Weiterbildungen aus. Bei den Befragten, die KI in großem Stil einsetzen, glaubt die überwiegende Mehrheit, dass KI komplexe Arbeiten vereinfacht (89 Prozent) und intelligente Maschinen und Menschen in ihren Unternehmen Seite an Seite existieren werden (88 Prozent) (Def. Wikipedia).

Verpasste Chancen: KI wird vielerorts noch zu komplex gedacht

Trotzdem müssen viele Unternehmen ihre KI-Investitionen noch auf ihre Geschäftschancen abstimmen – so die Studie. Unter Führung der Technologen priorisieren viele Unternehmen anspruchsvolle KI-Projekte und übersehen dabei naheliegende Nutzenaspekte. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) konzentriert sich auf sehr komplexe Projekte mit hohem Nutzen (auch Need-to-do-Anwendungen genannt) wie etwa Themen rund um den Kundenservice oder autonomes Fahren. Dahingegen setzen nur 46 Prozent sogenannte „Must-do-AI-Anwendungen“ mit hohem Nutzenpotenzial und geringer Komplexität um. Beispiele hierfür sind unter anderem Fehlererkennung und Performance-Management, die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben oder der Einsatz von Chatbots und virtuellen Assistenten. Auch können Unternehmen mit KI-Lösungen zum Beispiel im Kundendienst E-Mails autonom klassifizieren und so Zeit für stärker wertschöpfende Tätigkeiten gewinnen. Würden Unternehmen beides gleichzeitig anpacken, hätten sie einen deutlich höheren Geschäftsnutzen. So senken beispielsweise Unternehmen, die viele Must-do-Anwendungsfälle realisieren, ihren Ausschuss durchschnittlich um bis zu 26 Prozent.

 

KI-Anwender haben Kundenerlebnis im Blick

Technikaffine Unternehmen nutzen KI, weil die Automatisierung und Digitalisierung den Absatz und ihre operative Leistungsfähigkeit steigern. Zudem vereinfachen die datenbasierten P die Interaktion mit Kunden und gewinnen Insights in ihr Geschäft. Drei Viertel aller Unternehmen konnten ihre Verkaufszahlen durch KI um zehn Prozent erhöhen. Das Kundenerlebnis ist ein Schwerpunkt der KI-Anwender: 73 Prozent gehen davon aus, dass KI die Kundenzufriedenheit steigern kann und 65 Prozent glauben, dass sie die künftige Abwanderung von Kunden reduzieren kann.

Deutschsprachiger Raum in Vorreiterrolle bei produktiver Anwendung von KI

Im Ländervergleich zeigt sich, dass deutschsprachige Organisationen bei der produktiven Anwendung von Künstlicher Intelligenz weltweit gesehen auf einem der Spitzenplätze liegen: Mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen setzen KI im großen Stil ein. Damit liegt beispielsweise Deutschland hinter Indien, Australien und Italien, aber vor den USA, den Niederlanden und Frankreich. Fragt man die deutschen Studienteilnehmer nach dem größten Nutzen, den sie aus der Anwendung von KI ziehen, wird eine höhere Produktivität an erster Stelle genannt. Dahinter folgt, dass sie den Vertrieb neuer Produkte und Services um zehn Prozent steigern konnten sowie eine höhere Kundenzufriedenheit. Auch verbessern die Organisationen hierzulande ihre operativen Geschäftsprozesse durch KI.

 

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