EU: Ländliche Kommunen können sich um Förderungen für Gratis-WLAN bewerben

13. September 2017 Drucken
EU: Ländliche Kommunen können sich um Förderungen für Gratis-WLAN bewerben
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Kostenloses und schnelles Surfen im Internet soll künftig auch in abgelegenen Dörfern der EU möglich sein. Einem entsprechenden Förderprogramm stimmte das Europaparlament zu. Ländliche Gemeinden können sich im Programm „wifi4eu“  um Gratis-WLAN bewerben. Das Programm soll mit Jahreswechsel starten. Es gilt das Prinzip „first come first serve“.

Geld für 8000 EU-Gemeinden

Ziel ist es, in 6.000 bis 8.000 europäischen Kommunen kostenlose Internet-Hotspots einzurichten – etwa in Parks, Krankenhäusern, Museen, Schulen oder auch Bussen. Dafür sollen bis 2019 insgesamt 120 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt zur Verfügung gestellt werden.

Mindestens 3 Jahre in Betrieb

Kommunen oder öffentliche Einrichtungen können im Rahmen des Programms „wifi4eu“ online Fördermittel beantragen. Empfänger dieser Mittel müssen ihrerseits sicherstellen, dass sie die Internet-Hotspots mit Gratis-WLAN mindestens drei Jahre in Betrieb lassen und die Gebühren für einen Anbieter zahlen.

First come first serve

Die Zuteilungen erfolgten dann nach dem „Windhundprinzip“, erläuterte die zuständige Kommissarin, Mariya Gabriel. Wer sich zuerst bewerbe, werde zuerst bedient. Gleichzeitig werde die Kommission aber auf ein „geografisches Gleichgewicht“ achten. Wo die Internet-Hotspots installiert werden, könne jede Kommune für sich entscheiden.

Bewerbungsrunden beginnen Anfang 2018

Für die Konsumenten sei die Nutzung der Hotspots einfach, betonte Gabriel: Sie müssten sich nur ein Mal anmelden und könnten den Dienst „wifi4eu“ dann EU-weit nutzen. Der Rat der 28 EU-Staaten hat dem Vorhaben bereits zugestimmt, mit dem Votum des Europaparlaments ist die Gesetzgebung nun abgeschlossen. Die ersten Bewerbungsrunden können nach Angaben des Europaparlaments Anfang kommenden Jahres beginnen.

Bessere Versorgung für ländliche Regionen

Die Initiative ist Teil der EU-Strategie für einen digitalen Binnenmarkt. Mit dem Förderprogramm will die EU Orte ans Netz bringen, die bisher keine entsprechenden Angebote haben. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte dafür geworben, bis 2020 die wichtigsten öffentlichen Orte jedes europäischen Dorfes und jeder Stadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang auszustatten. (APA)