EU Sanctions Map: So erkennen Exporteure fragwürdige Handelspartner

02. Oktober 2017 Drucken
EU Sanctions Map: So erkennen Exporteure fragwürdige Handelspartner
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Die EU hat anlässlich ihres Digital-Gipfels in Estland eine interaktive Karte mit den von ihr verhängten Sanktionen ins Internet gestellt. Die „EU Sanctions Map“ zeigt Exporteuren mit ein paar Klicks, ob Handelspartner von Europa mit Strafmaßnahmen belegt sind. Es kann dabei auf einer Weltkarte nach Ländern oder auch gezielt nach Namen von Firmen oder Personen gesucht werden.

Schwere Verständlichkeit

Die „EU Sanctions Map“ ist im Auftrag Estlands erstellt worden, das derzeit den europäischen Ratsvorsitz innehat und bei der Digitalisierung von Staat und Verwaltung als Vorreiter gilt. „Der juristische Rahmen der EU-Sanktionen basiert auf 500 bis 1000 Rechtsakten“, sagte die an dem Projekt beteiligte estnische Diplomatin Juuli Hiio. „Das macht es sehr schwer verständlich.“

Rechtsunsicherheit beheben

Nach Angaben Estlands müssen Behörden der EU und der Mitgliedstaaten täglich „tausende Anfragen“ zur geltenden Rechtslage beantworten. Wegen des hohen Aufwands würden Unternehmen häufig erst gar keine Aufträge annehmen, weil sie fürchten, in mit Sanktionen belegte Länder zu exportieren und sich selbst juristisch angreifbar zu machen.

Symbole sollen helfen

Die interaktive Sanktionskarte versucht nun, mit leicht verständlichen Symbolen etwa zu einem Waffenembargo, Lieferbeschränkungen oder Finanzsanktionen auf die Lage bei betreffenden Ländern hinzuweisen. Dabei können dann weitere Informationen bis zu den zugrunde liegenden Rechtsakten abgerufen werden.

Länder und Terrororganisationen

Wegen Gefährdung des Friedens oder Menschenrechtsverletzungen hat die EU derzeit Sanktionen gegen dutzende Länder von Syrien über Nordkorea bis Simbabwe verhängt. Ziel sind aber auch „terroristische Organisationen“ wie die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Al-Kaida oder der Islamische Staat (IS).

Mehrere Arten an Sanktionen

Neben Export- oder Investitionsverboten werden dabei auch Einreise- und Vermögenssperren gegen Personen oder bestimmte Organisationen und Firmen verhängt. (APA)

 

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