Handwerk und Gewerbe: Weiterhin schwache Konjunkturentwicklung

03. Oktober 2017 Drucken
Handwerk und Gewerbe: Weiterhin schwache Konjunkturentwicklung
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Trotz aller Jubelmeldungen der Wirtschaftsforschungsinstitute hinkt die Konjunktur im Gewerbe und Handwerk auch im ersten Halbjahr 2017 hinterher. Während der Handel um 5,7 Prozent und die Dienstleistungen um 3,5 Prozent nominell gewachsen sind, hat sich das Gewerbe und Handwerk bei 1,2 Prozent stabilisiert. Dieser Trend zeigt sich auch in der Personalplanung – nur 13 Prozent der Betriebe planen neue Mitarbeiterinnen aufzunehmen,

EPUs schwächeln

Im Detail zeigt die Konjunkturauswertung der KMU Forschung Austria insgesamt sehr schwache Zahlen im ersten Halbjahr, wobei sich insbesondere das Baugewerbe deutlich schwächer präsentiert. Parallel dazu zeigt sich auch das Bauhilfsgewerbe schwach, Tischler, Hafner, Maler liegen besser. Mit guten Konjunkturzahlen punkten die Bereiche Kunststoff und Chemie. Gesamt gesehen meldeten im ersten Halbjahr 23 Prozent der Betriebe Steigerungen um durchschnittlich 11,1 Prozent, bei 57 Prozent der Betriebe lagen die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau und 20 Prozent der Betriebe verzeichneten Rückgänge um durchschnittlich 14,0 Prozent. Generell zeigt sich, größere Betriebe entwickeln sich besser, EPUs schlechter.

Im dritten Quartal meldeten Hafner, Maler, Tischler und Gesundheitsberufe eine bessere Entwicklung, das Baugewerbe hinkt aber weiterhin nach.  Für das vierte Quartal sind die Unternehmerinnen und Unternehmer zwar mehrheitlich optimistisch, im Vergleich zum letzten Quartal hat der Optimismus aber abgenommen.

 

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