Wiener Büromarkt: Rekord bei Investment, aber deutlich weniger Vermietungen

08. November 2017 Drucken
Wiener Büromarkt: Rekord bei Investment, aber deutlich weniger Vermietungen
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Die Spitzenmieten in der Wiener Innenstadt blieben mit netto EUR 25,75 pro m² gleich, die Durchschnittsmieten sind um 5 Prozent auf EUR 14,50 pro m² und Monat gestiegen.

Deutlich weniger Vermietungen, rekordverdächtig hohe Investmentumsätze und geringere Renditen: So präsentiert sich der Wiener Büromarkt im Herbst 2017 laut aktuellem Büro- und Investmentmarktbericht von Otto Immobilien. Generell ortet man ein stabiles wirtschaftliches Marktumfeld und vor allem eine positive Stimmung bei Großmietern, die Otto Immobilien wieder mit einem eigenen Stimmungsbarometer erhoben hat.

Am Vermietungsmarkt fiel in den ersten drei Quartalen die Vermietungsleistung mit rund 74.000 m² im modernen Bürobestand im Vergleich zum Vorjahr um 63 Prozent geringer aus. „Allerdings gehen wir auf Basis der bereits geführten Mietvertragsverhandlungen von einem starken vierten Quartal aus und prognostizieren für heuer eine Vermietungsleistung von rund 160.000 m²“, heißt es bei Otto Immobilien. Im Vergleich zum – starken – gesamten Vorjahr werden die Vermietungen in diesem Jahr um voraussichtlich 41 Prozent zurückgehen.

Mehr Neubauten

Die Neubauleistung für moderne Flächen wird heuer mit 143.000 m² deutlich zunehmen, heißt es im Marktbericht. Allerdings sind drei Viertel dieser Flächen bereits vorvermietet oder eigengenutzt und stehen dem Markt daher nicht zur Verfügung. Auf Basis der Vorvermietungen und Vermietungen für Objekte, die 2017 fertiggestellt werden, sieht man bei Otto Immobilien derzeit klare Tendenzen für die Nachfrage in den einzelnen Submärkten. Besonders stark: der Submarkt Hauptbahnhof, bei dem der Vorvermietungsgrad für in diesem Jahr fertiggestellte Flächen bereits 100 % beträgt. Sehr gefragt ist auch der Submarkt Prater/Lassallestraße, wo rund 86 % des heuer fertig gestellten Gebäudes bereits vermietet sind.

Durchschnittsmieten steigen

Die Mietpreise haben sich laut Otto Immobilien heuer unterschiedlich entwickelt. Die Spitzenmieten in der Wiener Innenstadt blieben mit netto EUR 25,75 pro m² gleich, die Durchschnittsmieten sind um 5 Prozent auf EUR 14,50 pro m² und Monat gestiegen. Interessante Entwicklungen sieht man bei Otto Immobilien für Coworking Spaces. So hat der Betreiber weXelerate zuletzt im Stilwerk im 2. Bezirk eine adäquate Bürofläche gefunden, für das 4. Quartal werden weitere signifikante Vermietungen sowohl für Coworking Spaces als auch für Office-Center erwartet.

Investmentmarkt boomt

Am Investmentmarkt zeichnet sich laut Otto Immobilien mit einem Umsatz von bisher 3,7 Milliarden Euro schon jetzt ein absolutes Rekordjahr ab. Im vierten Quartal dürfte sich dieser Wert noch auf 4,2 Milliarden Euro erhöhen. Ausschlaggebend für die hohe Attraktivität des Wiener Investmentmarktes sind die anhaltend hohe Liquidität von institutionellen Investoren sowie die nach wie vor höheren Renditeerwartungen im Vergleich zu anderen Anlagealternativen. Nach Erhebungen von Otto Immobilien gingen heuer fast 70 Prozent der Käufe an internationale Investoren, wobei mehr als die Hälfte von ihnen aus Deutschland kommt.

Die Renditen für Top-Büroobjekte sind nach Angaben des Investmentexperten gesunken und liegen derzeit bei 3,90 Prozent.

 

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