Hausbau: Das sind die beliebtesten Dachformen Österreichs

22. November 2017 Drucken
Hausbau: Das sind die beliebtesten Dachformen Österreichs
© dachvisionen.at

94 % der Häuslbauer sind der Meinung, dass das Dach einen großen Einfluss auf das Gesamterscheinungsbild ihres Hauses hat. Eine Studie hat die Kriterien zur Entscheidungen zur Dachform erhoben.

Österreich ist traditionell geprägt von Wohnhäusern mit geneigten Dächern. Das Steildach liegt in den Präferenzen der Häuslbauer unverändert weit vorne. Das zeigen die Kernergebnisse der Häuslbauer Studie 2017, die im Auftrag der Plattform Dachvisionen vom Market Institut durchgeführt wurden.

Das Dach bildet in der Gesamtbetrachtung das „Gesicht des Hauses“ und formt den Charakter der eigenen vier Wände. Welchen Stellenwert die richtige Dachwahl in der Planung einnimmt, unterstreicht die Studie: 94 % der Häuslbauer sind der Meinung, dass das Dach einen sehr großen bzw. großen Einfluss auf das Gesamterscheinungsbild ihres Hauses hat.

Steilvorlage und Flachwurzel

Das geneigte Dach beherrscht in Architektur und Wohnbau nach wie vor den Alltag: 87 % der Österreicher setzen im Hausbau auf eine Steildachlösung, rund 14 % auf ein Flachdach. Platz 1 unter allen Dachvarianten nimmt dabei das klassische Satteldach ein (45 %). Bei Häuslbauern lässt sich auch eine klare Tendenz zum vierflächigen Walmdach erkennen (26 %).

Das klassische Satteldach mit Giebel und zwei geneigten Dachflächen ist und bleibt dabei die mit Abstand beliebteste Dachform in Österreich.

Es geht um Ästhetik

Häuslbauer entscheiden sich aus unterschiedlichen Beweggründen für ihre persönliche Dachform: Für mehr als ein Drittel (35 %) sind ästhetische Aspekte der wichtigste Einflussfaktor. Weitere entscheidende Gründe sind die bessere Ausnutzung der Grundfläche (21 %), die einfache Energiegewinnung durch Photovoltaik (19 %), die Möglichkeit zur nachträglichen Schaffung von Wohnraum (19 %), die günstigeren Kosten in der Anschaffung (15 %) sowie die Langlebigkeit des Daches (15 %).

Kriterien der Entscheidung

In der Praxis können folgende Dachformen am meisten überzeugen:

  • Aus ästhetischen Gründen entscheiden sich Häuslbauer in erster Linie für ein Walmdach (46 %).
  • Um am einfachsten nachträglichen Wohnraum durch einen Dachgeschossausbau zu schaffen, haben sich 36 % für ein Mansarddach entschieden.
  • Österreichische Häuslbauer, die bei den Anschaffungskosten sparen wollen (24 %) und denen einfache Energiegewinnung durch Photovoltaik ein Anliegen ist (21 %), setzen überwiegend auf eine Pultdach-Lösung.
  • Mit bester Langlebigkeit überzeugt an erster Stelle das klassische Satteldach (19 %).

 

PV am Dach ist wichtig 

Mehr als ein Drittel der Häuslbauer gibt an (37 %), dass der Bedarf an mehr Wohnraum das entscheidende Argument für den Hausbau ist. Auch das Dachgeschoss spielt in diesen Überlegungen eine immer wichtigere Rolle: 33 % der Befragten planen den Dachraum auch als tatsächlichen Wohnraum zu nützen, 26 % sehen hier die Möglichkeit eines Lagerraumes an erster Stelle. Im Zusammenhang mit der Dachraumnutzung ist auch das Thema Energiegewinnung bei den Häuslbauern angekommen: Bereits 20 % wollen zukünftig über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eigenen Strom erzeugen.

Baufirma als wichtigste Informationsquelle

Für Häuslbauer ist die wichtigste Informations- und Beratungsquelle zur Wahl ihrer Dachform die beauftragte Baufirma (38 %). Architekten bzw. Planerbüros teilen sich den zweiten Platz mit der Beratung durch Familie, Freunde und Bekannte (jeweils 34 %). Häuslbauer werden aber auch gerne selbst aktiv und so informiert sich ein Viertel der Befragten auch ausführlich über Internet und Fachzeitschriften.

Über die Studie 2017

Für die Häuslbauer Studie 2017 wurden 1.033 Bauinvolvierte (527 Häuslbauer, 506 Renovierer/Sanierer) aus ganz Österreich zu unterschiedlichen Themen rund um das Hausbauen befragt. Umgesetzt wurde die Studie durch das Market Institut im Zeitraum zwischen 3.8.2017 und 5.9.2017 durch Kombination aus Face-to-Face und Online Interviews.

 

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