Jetzt doch: Wie die neue Regierung das allgemeine Rauchverbot umschiffen will

12. Dezember 2017 Drucken
Jetzt doch: Wie die neue Regierung das allgemeine Rauchverbot umschiffen will
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In Österreichs Gastronomie darf weiter geraucht werden. Das bestehende Tabakgesetz soll aber um einige Details angereichert werden (Berliner Modell).

In Österreichs Gastronomie darf weiter geraucht werden. Das eigentlich für Mai 2018 geplante allgemeine Rauchverbot wird auf Druck der FPÖ wieder abgeblasen. Das bestehende Tabakgesetz soll aber um einige Details angereichert werden (Berliner Modell).

Noch sind nicht alle Details bekannt, was die künftigen Raucherregelungen angeht.

  • Doch dürfte im wesentlichen das derzeitige System mit abgetrennten Räumen für Raucher bestehen bleiben. Demnach dürfen Wirte zulassen, dass Gäste in abgetrennten Bereichen rauchen, wenn diese nicht vorwiegend als Speiseraum dienen.
  • Außerdem können sehr kleine Lokale mit einer „Verabreichungsfläche“ unter 50 Quadratmetern wählen, ob sie Raucher- oder Nichtraucherlokale sein wollen. Das „Berliner Modell“ sieht sogar eine Lockerung vor, dann könnten Raucherlokale bis zu 75 Quadratmeter groß sein. Das Detail ist noch nicht fixiert.
  • Das Lokal muss durch deutlich sichtbare Hinweisschilder im Eingangsbereich als Rauchergaststätte gekennzeichnet werden.
  • Der Betrieb der Rauchergaststätte ist den Behörden anzuzeigen.

Jugendliche bis 18: Wählen ja – Rauchen nein

  • Neu ist, dass Jugendliche unter 18 in Gaststätten den Raucherbereich nicht betreten dürfen. Wirte werden zu Ausweiskontrollen angehalten werden.
  • Außerdem wird es auch ein Rauchverbot in Autos geben, wenn Kinder und Jugendliche unter 18 im Wagen mitfahren.
  • Rauchen soll insgesamt erst mit der Volljährigkeit erlaubt sein, was auf Länderebene legistisch umgesetzt werden dürfte.  (APA/red)