Was passiert bei Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze?

30. Dezember 2017 Drucken
Was passiert bei Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze?
15743421084831574341247790

Ab 1.1.2018 beträgt die Geringfügigkeitsgrenze 438,05 Euro monatlich. Wer mehr verdient, gilt als vollversichert. Gleichzeitig werden aber auch Sozialleistungen geschmälert.

Wie jedes Jahr, wird auch im Jahr 2018 die Geringfügigkeitsgrenze angehoben. Ab 1.1.2018 beträgt diese 438,05 Euro monatlich. Wer mehr verdient, gilt als vollversichert. Gleichzeitig werden aber auch Sozialleistungen geschmälert. Die Wiener Kanzlei LBG Österreich hat die Folgen einer Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze aufgelistet.

Ein (Zu-)Verdienst über € 438,05 zeitigt mehrere Konsequenzen:

  • Der Arbeitnehmer (AN) wird vollversichert und erwirbt Pensionsmonate
  • Er oder sie kann krankenversichert zum Arzt gehen.

Ein Mehrverdienst schmälert aber auch soziale Ansprüche:

  • Der AN verliert den Bezug von bestimmten Sozialleistungen, wie z.B. das Arbeitslosengeld.
  • Bei Pensionisten führt ein Zuverdienst zu pensionsschädlichen Konsequenzen, sofern sie nicht in regulärer Alterspension sind. Das kann (zumindest teilweise)  den Verlust der Pension bedeuten und zur Rückzahlung der für diesen Zeitraum erhaltenen Pension führen.
  • Der AN verliert das Weiterbildungsgeld während der Bildungskarenz.
  • Er oder sie kann unter Umständen den Kündigungs- und Entlassungsschutz einer Elternkarenz verlieren.

Brutto für Netto

Bei einer geringfügigen Beschäftigung ist das Bruttoentgelt gleich dem Nettoentgelt, da von der Dienstnehmerin/vom Dienstnehmer keine Sozialversicherungsbeiträge und keine Lohnsteuer zu zahlen sind. Geringfügig Beschäftigte sind unfallversichert und können sich freiwillig selbst kranken- und pensionsversichern, arbeitslosenversichert sind sie jedoch nie.

Gleiche Ansprüche

Geringfügig beschäftigte Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer haben auch Anspruch auf Urlaub, auf Pflegefreistellung und Abfertigung unter den selben Voraussetzungen wie allen übrigen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer.