Sozialversicherungen: Was das neue Portal MeineSV.at leisten kann

29. Januar 2018 Drucken
Sozialversicherungen: Was das neue Portal MeineSV.at leisten kann
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Über das verbesserte Online-Portal der Sozialversicherungen www.meinesv.at können die Versicherten jetzt 58 Services online abfragen und nutzen. Die Möglichkeiten reichen vom Einreichen der Wahlarztrechnung über das Einsehen des Pensionskontos bis zum Überblick über Arztbesuche.

Das Online-Portal der Sozialversicherungen www.meineSV.at ist in einer neuen Version verfügbar. Damit können die Versicherten derzeit 58 Services am Computer oder Smartphone nutzen.

Die Möglichkeiten reichen vom Einreichen der Wahlarztrechnung über das Einsehen des Pensionskontos bis zum Überblick über Arztbesuche oder die Höhe der Rezeptgebühren bis zur E-Card-Nachbestellung.

Einsparungen

Wie der Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Alexander Biach, bei der Präsentation des Portals erklärte, werden damit Einsparungen von zehn Millionen Euro erwartet. Die Versicherten ersparen sich damit Zeit, Wege und das Postporto, die Sozialversicherungen sparen zusätzlich bei der Verwaltung.

Mehr Sozialversicherung

Das Portal ist zwar schon seit April 2015 online, nun wurden aber die Leistungen deutlich ausgeweitet. So können etwa Anträge direkt eingebracht werden, Formulare müssen nicht mehr ausgedruckt und dann per Post oder persönlich vorgelegt werden. Voraussetzung ist eine Handy-Signatur oder die Bürgerkarte.

58 Dienstleistungen am Portal

Biach sprach vom Beginn eines neuen, digitalen Sozialversicherungszeitalters und betonte, dass die 58 Services für die 8,7 Millionen Versicherten praktisch alle Lebenssituationen abdecken.  Auch in die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) könne man über meinesv.at einsteigen. Derzeit gebe es 1,3 Millionen Zugriffe pro Jahr. Dieser Wert solle mit Werbemaßnahmen weiter gesteigert werden. Die meistgenutzten Services waren 2017 die Rückerstattung für Wahlarztrechnungen (47 Prozent), die Einsicht ins Pensionskonto (42 Prozent) und der Abruf der Versicherungsdaten (40 Prozent).

Verdoppelung der Zugriffe

Die Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse, Ingrid Reischl, berichtet, dass es allein über ihren Träger 300.000 Zugriffe gegeben habe, das war eine Steigerung um 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Drittel aller Wahlarztrechnungen werden bereits online eingereicht. Als Ziel formulierte Reischl, diesen Wert auf die Hälfte anzuheben.

Auskunft über das Pensionskonto

Der Obmann der Pensionsversicherungsanstalt, Manfred Anderle, erläuterte, dass im letzten Jahr 500.000 Zugriffe auf das Pensionskonto registriert wurden. Derzeit ist dabei aber nur der gesicherte Ist-Stand zu ersehen, wenn man jetzt in Pension gehen würde. Anderle kann sich vorstellen, dass es künftig auch eine Hochrechnung über die zukünftige Pension geben kann, wie es auch private Versicherungen anbieten. (APA)