Nö. Beschäftigungspakt: So sollen Regionalinitiativen Jobs in Randlagen schaffen

26. Februar 2018 Drucken
Nö. Beschäftigungspakt: So sollen Regionalinitiativen Jobs in Randlagen schaffen
© Verbund

Bis 2020 sollen 1,3 Milliarden Euro durch den im Herbst 2017 vom Land, AMS und Sozialpartnern vereinbarten NÖ Beschäftigungspakt zur Verfügung gestellt werden.

Die Maßnahmen zum niederösterreichischen Beschäftigungspaket werden laut Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) „auf Punkt und Beistrich“ umgesetzt: Allein im Februar werden 14 Beschäftigungsinitiativen im Volumen von 14,3 Mio. Euro finanziert. Die Initiativen sollen Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integrieren und Beschäftigung in regionale Randlagen bringen. 

Bis 2020 sollen 1,3 Milliarden Euro durch den im Herbst 2017 vom Land, AMS und Sozialpartnern vereinbarten NÖ Beschäftigungspakt zur Verfügung gestellt werden.  Denn trotz der erfreulichen Situation am Arbeitsmarkt und 2,2 Prozent Beschäftigungszuwachs im Jänner gebe es weiterhin Gruppen, die Unterstützung brauchen, erläuterte Mikl-Leitner: „Gerade Personen mit schlechter Ausbildung oder mit gesundheitlichen Einschränkungen laufen auch weiterhin Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden bzw. zu bleiben.“ In den Qualifizierungs- und Beschäftigungsprogrammen werden Menschen von professionellem Personal begleitet, geschult und an den regulären Arbeitsmarkt herangeführt.

Mehrere Initiativen am Laufen

An per Beschluss der Landesregierung geförderten Projekten, mit denen insgesamt 260 Menschen fit für den Job gemacht werden sollen, wurden unter anderem die Vereine LUNA Frauenbeschäftigungsprojekt Hollabrunn und Fair-wurzelt sowie die sozialen Supermärkte „SOMA“ angeführt. Weiters werden zum Beispiel über den Verein „Kulturlandschaft Schmidatal“ 23 Menschen Beschäftigung im Bereich Landschafts- und Ortsbildpflege sowie in der Produktion von Holz- Glas-, Wachs- und Ökoerzeugnissen finden. Die Emmausgemeinschaft in St. Pölten, die seit 1982 schwer vermittelbare Personen berät, beherbergt und Arbeitstrainings abhält, betreut bis zu 24 Personen.

Regionale Ausrichtung

Der Verein „Aktion Lebensraum Wald“ hat sich der (Re-)Integration von Langzeitarbeitslosen verschrieben, im „Forstprojekt Stockerau“ werden etwa 14 Personen beschäftigt. „J.O.B. – Verein zur Förderung der Beschäftigung und Ausbildung im oberen Ybbstal“ will der Jugend- und Altersarbeitslosigkeit entgegenwirken und koordiniert Tätigkeiten für den kommunalen Bereich. Weiters gefördert u.a. werden sozialökonomische Projekte von Vereinen in den Bezirken Mödling und Waidhofen an der Thaya, die „Naturwerkstatt“ in der Region Zwettl und Transitarbeitsplätze bei den niederösterreichischen Naturparks. (APA)