Arbeiter und Angestellte: Das sind die neue Kündigungsfristen

27. Februar 2018 Drucken
Arbeiter und Angestellte: Das sind die neue Kündigungsfristen
© pixabay

Durch die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten wurden die Kündigungsfristen für Arbeiter geändert. Die Linzer Sozietät Hasch & Partner hat die Änderungen aufgearbeitet. 

Bislang kannte das ABGB relativ kurz gehaltene Kündigungsfristen für Arbeiter. Die derzeitige Bestimmung tritt mit 31.12.2020 außer Kraft. Mit 01.01.2021 kann der Dienstgeber das Dienstverhältnis – mangels einer für den Dienstnehmer günstigeren Vereinbarung – nur mehr mit Ablauf eines jeden Kalendervierteljahres durch vorgängige Kündigung lösen.

Die neuen Kündigungsfristen

Die Kündigungsfrist beträgt sechs Wochen und erhöht sich

  • nach dem vollendeten zweiten Dienstjahr auf zwei Monate,
  • nach dem vollendeten fünften Dienstjahr auf drei,
  • nach dem vollendeten 15. Dienstjahr auf vier und
  • nach dem vollendeten 25. Dienstjahr auf fünf Monate.

KVs können längere Fristen vereinbaren

Kollektivverträge können abweichende Regelungen festlegen. Die Kündigungsfrist kann auch durch Vereinbarung nicht unter die vorstehend dargelegte Dauer herabgesetzt werden. Es ist jedoch, wie auch bei Angestellten, möglich, dass die Kündigungsfrist am 15. oder Letzten des Kalendermonates endet.

Kündigung durch Arbeiter

Der Dienstnehmer ist berechtigt, das Dienstverhältnis mit dem letzten Tag eines Kalendermonates unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist zu lösen, wobei diese Kündigungsfrist bis zu einem halben Jahr durch Vereinbarung ausgedehnt werden kann. Die vom Dienstgeber einzuhaltende Kündigungsfrist darf nicht kürzer sein, als jene des Dienstnehmers.

 

Mehr zum Thema