Registrierkassen: Wenn die Finanzpolizei Nachschau hält

12. März 2018 Drucken
Registrierkassen: Wenn die Finanzpolizei  Nachschau hält
@ pixabay

Seit 1. April 2017 müssen die Registrierkassen über eine technische Sicherheitseinrichtung verfügen, die die Unveränderbarkeit der Aufzeichnungen sicherstellt. Zur Einhaltung dieser Vorschriften führt das Finanzamt Nachschauen in Unternehmen durch. 

Die Wiener Steuerberatung MEDplan hat die zentralen Positionen einer Nachschau zusammengetragen. Im Wesentlichen werden folgende Punkte überprüft:

  • ob die Registrierkassenpflicht inklusive Manipulationsschutz erfüllt wird
  • ob die Kassa sowie die Sicherheitskarte ordnungsgemäß registriert und in Betrieb genommen wurden
  • ob der Einzelaufzeichnungs- und Belegerteilungspflicht nachgekommen wird

Wenn die Finanzpolizei klingelt

Die Nachschau wird  durch die Finanzpolizei durchgeführt, wobei diese Kontrollmaßnahme auch ohne Vorankündigung erfolgen kann. Wenn eine Nachschau durchgeführt wird, stehen folgende Punkte im Vordergrund:

Allgemeine Informationen: Der Finanzbeamte wird an Hand einer Checkliste allgemeine Daten zum Unternehmen, die personelle Zuständigkeit für die Belegerteilung und Erfassung der Barumsätze, die Durchführung der Einzelaufzeichnung und Belegausstellung sowie Details zur Registrierkasse und Datensicherung erfragen und dokumentieren.

Startbeleg und Monatsabschluss: Dabei ist es von Vorteil, wenn der Startbeleg verfügbar ist, der für die Anmeldung der Registrierkasse verwendet wurde. Mit Hilfe dieses Belegs und einer Prüf-App wird die Ordnungsmäßigkeit überprüft. Auf Verlangen des Finanzorgans ist auch der Monatsabschluss der Registrierkasse vorzulegen.

Vertretung: Im Falle der Abwesenheit oder Verhinderung des Verantwortlichen muss ein Mitarbeiter zur Verfügung stehen, der mit den Abläufen zur Registrierkasse und der Ablage der Unterlagen vertraut ist.

 

Mehr zum Thema