Weinexport: Warum österreichische Weine im Ausland Bestpreise erzielen

13. März 2018 Drucken
Weinexport: Warum österreichische Weine im Ausland Bestpreise erzielen
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Der Weinexport ist 2017 für die österreichischen Winzer zufriedenstellend verlaufen. Mengenmäßig wurde aufgrund der kleineren Ernte mit 47 Millionen Liter zwar etwas weniger exportiert als 2016 – der Exportwert überstieg mit 158,6 Mio. Euro aber erstmals die 150-Millionen-Marke. Der Durchschnittspreis je Export-Liter stieg auf das Allzeithoch von 3,39 Euro.

Auch der Gesamtdurchschnittspreis pro Liter Wein hat im Vorjahr mit 2,60 Euro einen „historischen“ Wert erreicht. Das teilte das Österreich Wein Marketing mit.

Schwache Ernte treibt Preise

Grund für den Rückgang der exportierten Menge 2017 um 3,3 Prozent war die kleine Weinernte 2016. Der Exportwert stieg im Vergleich von 2016 zu 2017 aber um 7,4 Prozent. Besonders positive Exportentwicklungen zeigen die skandinavischen und die Benelux-Länder ebenso wie das Vereinigte Königreich. Merklichen Anteil am Exportergebnis hatten darüber hinaus EU-Drittstaaten wie China, Kanada und Russland, die neben der absoluten Wertsteigerung auch eine Steigerung im Durchschnittspreis pro Liter aufweisen konnten.

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Keine Billigweine nach Deutschland

Den außerordentlichen Anstieg des Gesamtdurchschnittspreises stützte der preissensible Exportmarkt Deutschland, da Österreich durch das mengenmäßig schwache Weinjahr 2016 im Preiseinstiegssegment weniger präsent war.Die Chancen stünden gut, auch heuer wieder „Meilensteine“ beim Weinexport zu erreichen. Beim Ausfuhrwert ist allerdings auch zu berücksichtigen, dass Reexporte nicht-österreichischer Weine in die Statistik miteinfließen. (APA)