So wichtig ist der chinesische Markt für die deutschen Autokonzerne

13. März 2018 Drucken
So wichtig ist der chinesische Markt für die deutschen Autokonzerne
© Audi AG

Die Zahl der verkauften deutschen Pkw stieg in China von 2009 bis 2017 um über 230 Prozent. Eine Grafik zeigt, dass VW im chinesischen Markt deutlich mehr verkauft als BMW und Daimler.

Der Volkswagen-Konzern hat 2017 seinen Nettogewinn verdoppelt: Trotz des Dieselskandals erzielte Volkswagen ein Plus von rund 11,4 Milliarden Euro. 2016 hatte der Gewinn 5,1 Milliarden Euro betragen.  Einen großen Teil davon verdankt das Unternehmen seinen PKW-Verkäufen in China – und den Erträgen in der Autofinanzierung. Die Statista-Grafik zeigt, dass VW im chinesischen Markt deutlich mehr verkauft als BMW und Daimler.

Während Daimler und BMW fast gleichauf bei rund 0,6 Millionen verkauften Autos liegen, hat VW im chinesischen Markt über vier Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr in Summe 10,74 Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt ausgeliefert.

Riesenerträge aus Finanz-Geschäft

Spannend sind aber auch die Ertragsquellen im Konzern: VW Financial Services, die Bankentochter der Wolfsburger, prognostizierte im Dezember für das gesamte Geschäftsjahr 2017 ein „Operatives Ergebnis, das merklich über dem des Vorjahres liegen wird“, kündet vor Weihnachten der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Financial Services an. 2016 wies sein Geschäftsbereich einen Gewinn von 2,1 Mrd. Euro aus. Die genauen Zahlen für 2017 sind noch nicht veröffentlicht

© statista.de

Erfolgsrun der deutschen Automobilwirtschaft

Die absoluten Verkaufszahlen deutscher Autobauer am chinesischen Markt lesen sich auf den ersten Blick beeindruckend: Die Zahl der verkauften Pkw stieg von 2009 bis 2017 um über 230 Prozent. In Sachen Marktanteile mussten die Deutschen ab 2013 jedoch Rückschläge verkraften. Erst im vergangenen Jahr gelang es, die Anteile wieder auszubauen.