Künstliche Intelligenz: Das sind die am stärksten betroffenen Lebensbereiche

21. März 2018 Drucken
Künstliche Intelligenz: Das sind die am stärksten betroffenen Lebensbereiche
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Vom persönlichen Assistenten im Smartphone bis hin zu komplexen Analyseverfahren in der Industrie – Künstliche Intelligenz berührt nahezu jeden Aspekt des Alltags. KI hat das Potenzial, Fertigungsprozesse, Dienstleistungen und Alltagstätigkeiten fundamental zu verändern. Eine PwC-Studie hat die am stärksten betroffenen Lebensbereiche aufgelistet.  

In der PwC-Studie „Sizing the prize“ wurden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf Volkswirtschaften, Unternehmen und einzelne Branchen untersucht.

Noch in den Startlöchern

KI ist derzeit noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Schwellenländer und Start-ups haben gleichermassen die Chance, besser entwickelte Pendants zu überholen. Ein aktuell noch nicht KI-aktives Land oder ein noch nicht gegründetes Unternehmen können in zehn Jahren bereits Marktführer sein“, so die Aussendung von bei PwC Österreich.

Deutlich wachsende Produktivität

Die Studie erwartet bis 2030, dass die wachsende Arbeitsproduktivität die Hälfte aller wirtschaftlichen Gewinne aus KI liefern wird. Diese Entwicklung wird vor allem durch automatisierte Prozesse, den Einsatz von Robotik sowie die Erweiterung vorhandener Arbeitskräfte durch KI-Technologien getrieben. Weitere neun Billionen USD werden aus Produktverbesserungen und Verschiebungen bei Verbrauchernachfrage und -verhalten zum BIP hinzukommen. Es gibt keine Branche, die sich dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz entziehen könne, heißt es weiter.  Unternehmen, die KI nicht einsetzen, können bei Durchlaufzeiten, Kosten und Erfahrungen rasch zurückfallen.

Gesundheitswesen, Finanzbranche und Einzelhandel

Die Studie umfasst auch den PwC AI Impact Index, der in acht Branchen jeweils drei Geschäftsfelder mit dem größten Potenzial für Künstliche Intelligenz benennt. Dazu gehören z.B. bildgestützte Diagnostik, bedarfsgerechte Produktion und autonome Verkehrsregelung. Gesamt gesehen werden die größten Branchengewinne im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungen und im Einzelhandel zu finden sein.

Branchen und Bereiche, die am stärksten profitieren:

  • Gesundheitswesen: datenbasierte Diagnoseunterstützung; Erkennung von Pandemien; Bilddiagnostik (Radiologie, Pathologie)
  • Finanzdienstleistungen: personalisierte Finanzplanung; Betrugserkennung und Geldwäschebekämpfung; Transaktionsautomatisierung
  • Einzelhandel: personalisierte Gestaltung und Produktion; Sammeln von Kundenerfahrungen; Bestands- und Liefermanagement
  • Automobilindustrie: autonome Fuhrparks für Fahrgemeinschaften; intelligente Autos/Fahrerassistenz; vorausschauende und autonome Instandhaltung
  • Transport und Logistik: autonome Beförderung und Lieferung: Verkehrsregelung und Stauvermeidung; verbesserte Sicherheit
  • Technologie, Kommunikation und Unterhaltung: Medienarchivierung und -suche; Inhaltserstellung; personalisierte(s) Marketing und Werbung
  • Energie: Intelligente Verbrauchsmessung; effizienterer Netzbetrieb und Speicherung; intelligente Infrastrukturwartung
  • Fertigung: verstärkte Überwachung und automatische Korrektur; Lieferketten- und Produktionsoptimierung; bedarfsgerechte Fertigung

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz können auch bei internen Funktionen wie Finance, HR und Tax deutliche Effizienzgewinne und Qualitätssteigerungen erzielt werden. PwC unterstreicht, dass die KI keine Black Box sein dürfe. Die Entscheidungen einer Künstlichen Intelligenz müssen „leicht nachvollziehbar sein”.

Weltwirtschaft profitiert von KI

Aufgrund Künstlicher Intelligenz wird das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2030 um 14 Prozent höher ausfallen. Dies entspricht einem Plus von 15,7 Billionen USD – mehr als dem derzeitigen BIP von China und Indien zusammen. Die höchsten Zuwächse aus KI wird es in China (26 Prozent BIP-Wachstum bis 2030) und Nordamerika (14,5 Prozent Wachstum) geben – insgesamt 10,7 Billionen USD, also fast 70 Prozent der weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen.
Aber auch Europa profitiert: Hier wird bis 2030 ein Wachstum von neun bis 12 Prozent erwartet. In Entwicklungsländern wird KI aufgrund des zu erwartenden geringen Einsatzes der neuen Technologie zu einer niedrigeren Wachstumsrate von unter sechs Prozent führen.

 

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