EU-Kommission will Risikokapital für Start-ups verdoppeln

11. April 2018 Drucken
EU-Kommission will Risikokapital für Start-ups verdoppeln
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Mit einem Risikokapital von 410 Mio. Euro will die EU-Kommission eine geschätzte Investitionssumme von 2,1 Mrd. Euro durch privaten und öffentlichen Investoren mobilisieren. Start ups sollen schon 2019 profitieren.

Konkret sollen sechs Fonds mit 410 Mio. Euro aus dem EU-Haushalt unterstützt werden, um eine geschätzte Investitionssumme von 2,1 Mrd. Euro von privaten und öffentlichen Investoren aufzubringen. Dieses Risikokapital soll weitere neue Investitionen in innovative Start-ups und Scale-up-Unternehmen in Europa im Umfang von 6,5 Mrd. Euro auslösen – eine Verdoppelung des bisher im Umlauf befindlichen Risikokapitals.

Bei den sechs Fonds für „VentureEU“ handelt es sich um Aberdeen Standard Investments, Axon Partners Group, Isomer Capital, LGT, Lombard Odier Asset Management und Schroder Adveq. Die Mittel aus dem EU-Haushalt sollen folgendermaßen aufgebracht werden: 200 Mio. Euro kommen aus dem EU-Forschungsprogramm „Horizon 2020“, 105 Mio. Euro aus dem COSME-EU-Programm für Klein- und Mittelbetriebe, und weitere 105 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI/Juncker-Fonds).

Ab 2019 wirksam

Die Initiative könnte bereits 2019 zu ersten Ergebnissen führen, erwartet die EU-Kommission. Die EU-Behörde rechnet, dass rund 1.500 Start-up- und Scale-up-Unternehmen Zugang zu dem EU-Risikokapital erhalten werden.

Große Investoren haben bisher gefehlt

Derzeit seien die europäischen Risikokapitalfonds nicht groß genug, um große Investoren anzuziehen. „Beim Risikokapital kommt es auf die Größe an“, sagte Katainen. In Europa hätten solche Fonds eine durchschnittliche Größe von 56 Mio. Euro, in den USA seien sie im Durchschnitt dreimal so groß. Außerdem seien die europäischen Märkte fragmentiert mit wenig grenzüberschreitenden Investitionen.

 

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