Wohnfinanzierung: Fixzinsvereinbarungen werden immer wichtiger

27. April 2018 Drucken
Wohnfinanzierung: Fixzinsvereinbarungen werden immer wichtiger
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Experten der Erste Bank schätzen den Fremdfinanzierungsbedarf für sanierungsbedürftige Privatimmobilien in den nächsten zehn Jahren auf knapp sechs Milliarden Euro. Finanzierungsentscheidungenen auf Fixzinsbasis sollten vor der Zinswende getroffen werden.

Die Hälfte aller ÖsterreicherInnen wünscht sich eine Veränderungen in der Wohnsituation. Und jeder Fünfte hat in nächster Zukunft Bau- oder Renovierungspläne für seine eigenen vier Wände. Mehr als die Hälfte davon braucht eine Finanzierung, heißt es in einer Studie im Auftrag der Erste Bank. Fixzinsvereinbarungen werden vor der erwarteten Zinswende immer wichtiger. 

Experten der Erste Bank schätzen den Fremdfinanzierungsbedarf für sanierungsbedürftige Privatimmobilien in den nächsten zehn Jahren auf knapp sechs Milliarden Euro. Finanzierungsentscheidungenen auf Fixzinsbasis sollten rasch getroffen werden. Die Erste Bank geht davon aus, dass spätestens 2019 wieder Bewegung in den Zinsmarkt kommt. Erste Bank und Sparkassen garantieren eine Kreditentscheidung für Wohnfinanzierungen innerhalb von 24 Stunden.

Kreditentscheidung muss schnell gehen

Für 86 Prozent der ÖsterreicherInnen ist eine schnelle Kreditentscheidung wichtig. Erste Bank und Sparkassen bieten ab sofort eine 24-Stunden-Express-Kreditentscheidung an. Sobald der Berater über alle Unterlagen verfügt, kann eine Entscheidung innerhalb von 24 Stunden garantiert werden. „Durch ein neu entwickeltes Tool, welches den Entscheidungsprozess durch technische Prüfung der Risikorichtlinien unterstützt, ist diese kurze Zeitspanne möglich“, heißt es in einer Aussendung. In der Vergangenheit dauerte die Prüfung der Kreditwürdigkeit bis zu zwei Wochen.

Niedrigzinsphase beschleunigt Aufnahme von Wohnkrediten

Um die derzeit anhaltende Niedrigzinsphase auszunutzen, ziehen viele ÖsterreicherInnen Bau- und Renovierungsarbeiten im Wohnbereich vor. Gerade Frauen finden mit 72 Prozent das Thema Energieeffizienz bei Renovierungsvorhaben sehr wichtig, während Männer dem Thema mit nur 55 Prozent eine geringere Priorität geben. Laut der IMAS-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen würden mehr als ein Drittel der ÖsterreicherInnen, die ihre Renovierungsvorhaben finanzieren möchten, früher als geplant umsetzen. Die Analysten der Erste Bank erwarten für Mitte 2019 eine erste Anhebung der Zinsen.

Österreicher bevorzugen fixe Verzinsung

Im Falle eines Finanzierungsbedarfs würden aktuell dreiviertel aller befragten ÖsterreicherInnen zu einer fixen Verzinsung tendieren. Ein Viertel der Bürger bevorzugt variable Zinsen. In der Erste Bank und Sparkassen beträgt der Anteil von Fixzinsvereinbarungen im Neukreditgeschäft derzeit 85 Prozent. Neben den günstigen Zinsen bleibt die Rate über den gewählten Zeitraum gleich, das ist ein wesentlicher Vorteil von Fixzinsvereinbarungen.

Jede/r zweite MieterIn wünscht sich Eigentum

61 Prozent der ÖsterreicherInnen besitzen ihr eigenes Haus oder ihre eigene Wohnung. 39 Prozent leben in Miete, die Hälfte davon (49%) wünscht sich Eigentum. Allein im letzten Jahr haben die Erste Bank und Sparkassen 22.600 Menschen ihren Wohntraum finanziert. Fragt man die ÖsterreicherInnen, ob sie an ihrer derzeitigen Wohnsituation etwas ändern wollen, stimmt jeder Zweite zu.

Wohnkosten um 40 Euro/Monat höher als letztes Jahr

Ein typischer österreichischer Haushalt umfasst 2,5 Personen. Die durchschnittliche Wohnfläche beträgt 115 m². Die monatlichen Kosten belaufen sich im Schnitt auf 651,10 Euro. „Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die durchschnittlichen Kosten laut der aktuellen Umfrage um fast 40 Euro pro Monat und Haushalt verteuert“, so Kiedler. Der Besitz einer Immobilie wird von mehr als einem Viertel der ÖsterreicherInnen als Anlageobjekt gesehen. Besonders Wohnungseigentümer (47 Prozent) sehen ihre Immobilie als Geld- und Wertanlage, aber auch als Altersvorsorge.

 

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