Start-ups: aws nimmt zwei Gründerförderungen aus dem Programm

09. Mai 2018 Drucken
Start-ups: aws nimmt zwei Gründerförderungen aus dem Programm
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Seit 1.1.2018 sind für die Start-up-Programme „aws Risikokapitalprämie“ und „aws Lohnnebenkostenförderung“ keine Anträge mehr möglich. Beide Gründerförderungen seien nur zur Hälfte genutzt worden, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Dafür sollen die Garantierahmen der aws erweitert werden. Das Ministerium muss fünf Prozent seines Budgets einsparen.

aws erklärt auf der Homepage zu den beiden Förderungen: „Eine neue Bun­desregierung hat die Entscheidung über die Fortsetzung des gegenständlichen Förderprogrammes ab 1. Jänner 2018 zu treffen und dafür die entsprechenden budgetären Grundlagen zu schaffen. Diese Entscheidung wird danach umgehend bekannt gegeben. Bis auf Weite­res können ab 1. Jänner 2018 keine Anträge im gegenständlichen Förderprogramm entgegengenommen werden.“

Anreiz für mehr Equity-Kapital

Bei der Risikokapitalprämie konnten Investoren, die sich an Start-ups beteiligen, 20 Prozent ihres Engagements abschreiben.  Dazu mussten Voraussetzungen und Bestimmungen beachtet werden. Förderungsfähig waren Beteiligungen in Form von Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Mitteln. Das Fördervolumen war zu 55 Prozent ausgenutzt worden, der Rahmen betrug 15 Millionen Euro. Die Risikokapitalprämie hatte bei Investoren und Start-ups nur überschaubare Akzeptanz, weil sie unter die De-Minimis-Beihilfe-Regelung der EU von 2013 fällt.

Unterstützung für Jobs

Bei der Lohnnebenkostenförderung wurden Dienstgeberbeiträge für maximal drei Mitarbeiter für drei Jahre gefördert. Zur Vermeidung von Schwelleneffekten sollte die Förderung jährlich um 1/3 abgeschichtet werden. Das Budget sei zu weniger als 50 Prozent ausgenutzt worden, heißt es in einer Aussendung.

Fünf Prozent Einsparungen

Grundsätzlich wird es bei den Programmen des aws Kürzungen geben. Dort werde die Vorgabe der Regierung, in jedem Ministerium fünf Prozent zu sparen schlagend, heißt es aus dem Ministerium. Dafür soll die Antragsstellung weiter vereinfacht werden. An der Einrichtung einer „fast-lane“-Eionreichung für Start-ups und kleine Unternehmen bei der aws werde gearbeitet. Für junge Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern sei es zu aufwändig, die zahlreichen Förderungen abzurufen. Auch prüfe man eine Ausweitung der aws- Garantien.

 

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