Digitalisierung: 5G bestimmt über weitere Entwicklungsgeschwindigkeit

22. Mai 2018 Drucken
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Die europäischen Spitzennationen wie Dänemark, Finnland oder Schweden. Österreich liegen in Sachen Digitalisierung deutlich vor Österreich. Im Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft der EU-Mitgliedstaaten stagniert die Alpenrepublik auf Platz 11.

Österreich liegt in Sachen Digitalisierung deutlich hinter den europäischen Spitzennationen wie Dänemark, Finnland oder Schweden. Im Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Digital Economy and Society Index, DESI) der EU-Mitgliedstaaten stagniert die Alpenrepublik auf Platz 11. Beim Mobilfunk schaut es noch schlechter aus, da belegt Österreich Rang 17, rechnet der Handelsverband vor.

Der DESI-Index verfolgt die Digitalisierungsfortschritte der EU-Mitgliedstaaten anhand von fünf Schwerpunkten: Konnektivität, Humankapital, Internetnutzung, Integration der Digitaltechnik und digitale öffentliche Dienste. Ergebnisse der DESI-Studie zeigen, dass die digital führenden EU-Länder Dänemark, Finnland, Schweden und die Niederlande auch weltweit zu den Spitzenreitern zählen und besser als etwa die Vereinigten Staaten oder Japan abschneiden. Der Digital Champion ist Südkorea.

Keinerlei Verbesserung

Österreich belegt heuer wie schon 2017 Platz 11 mit einem Gesamtwert von 58,0 (Vorjahr: 54,7) und liegt damit deutlich über dem EU-Schnitt von 54,0 (Vorjahr: 50,8).  Österreich ist top bei Humankapital und digitalen öffentlichen Diensten. Folgend die Einzelbewertungen von DESI.

1. Konnektivität

Was die Durchdringung mit Festnetz- und Mobilfunkbreitband betrifft, belegt Österreich derzeit Rang 17. Daher ist die flächendeckende Versorgung aller Regionen mit Breitband ebenso wünschenswert wie ein Ausbau Österreichs zu einem 5G-Pilotland. Aufgrund der heimischen Topographie ist dies zwar kostenintensiv, aber notwendig, um im Sinne der Konvergenz die gesamte Bevölkerung von den digitalen Möglichkeiten profitieren zu lassen.

2. Humankapital

Im Bereich der digitalen Grundkompetenzen liegt Österreich auf dem guten siebenten Rang. Mit der Einführung der E-Commerce-Lehre wird dieser Weg fortgeführt. In einem nächsten Schritt sollte nun die vom Wirtschaftsministerium geplante Lehre für Programmierer folgen.

3. Internetnutzung

Rang 19 und damit Nachholbedarf haben die Österreicher insb. bei der Nutzung von Online-Inhalten, Kommunikation und Online-Transaktionen.

4. Integration der Digitaltechnik

Was den Digitalisierungsgrad der Wirtschaft und den Internethandel angeht, konnte sich Österreich vom 12. auf den 10. Rang verbessern. Viele heimische Unternehmen, darunter auch immer mehr Klein- und Mittelbetriebe, sind bereits gut aufgestellt.

5. Digitale öffentliche Dienste

Dank der Verfügbarkeit und des Umfangs der Online-Plattform „Digitales Österreich“ belegt Österreich Rang 8 im Bereich der elektronischen Behördendienste.

 

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