Lebensmittelsicherheitsbericht 2017: Von Fremdkörpern und Verdorbenem

19. September 2018 Drucken
Lebensmittelsicherheitsbericht 2017: Von Fremdkörpern und Verdorbenem
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Die Behörden haben 2017 etwas mehr Proben beanstandet als das Jahr zuvor. Im Lebensmittelsicherheitsbericht wurden 117 Proben von 28.026 sogar als gesundheitsschädlich angeführt.

Die Lebensmittelaufsichtsbehörden haben 2017 etwas mehr Proben beanstandet als das Jahr zuvor. Im Lebensmittelsicherheitsbericht wurden 117 Proben von 28.026 sogar als gesundheitsschädlich angeführt. 2016 waren es 145.

2017 haben die Lebensmittelaufsichtsbehörden 28.026 Proben untersucht. Bei 82,5 Prozent davon gab es keinen Grund zur Beanstandung. Das entspricht einer leichten Verschlechterung im Vergleich zu den 83,1 Prozent von 26.844 Proben im Vorjahr.  Das geht aus dem Lebensmittelsicherheitsbericht 2017 des Gesundheitsministeriums hervor.

Gleiche Anzahl an Übeltätern

Der Anteil an Betrieben, in denen Verstöße registriert wurden, ist mit 8,3 Prozent gleich wie 2016. Vergangenes Jahr wurden 36.839 Betriebe kontrolliert, bei 3.058 gab es Verstöße. 2016 waren es 35.057, von denen 2.899 Vorschriften nicht einhielten. Die häufigsten Beanstandungsgründe waren Kennzeichnungsmängel und zur Irreführung geeignete Informationen bei zehn Prozent der Untersuchungen.

Bericht umfasst auch Kosmetika und Spielwaren

In dem Bericht werden die Ergebnisse der Kontrollen präsentiert, die nach dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz durchgeführt wurden. Sie umfassen nicht nur Nahrungsmittel, sondern zum Beispiel auch Kosmetika und Spielwaren. Die Kontrollen wurden sowohl nach Plan als auch nach Verdacht durchgeführt.

25 Proben mit Fremdkörpern

Bei Verdachtsproben fand man mit einer Quote von 1,5 Prozent mehr gesundheitsschädliche Proben als bei den 0,2 Prozent der geplanten Proben. 47 der 117 gesundheitsschädlichen Proben wurden aufgrund von mikrobieller Kontaminationen und Hygienemängeln beanstandet. Gesundheitsschädliche Fremdkörper und Verunreinigungen wurden in 25 Proben gefunden. 21 Testexemplare wiesen Sicherheitsmängel auf – dabei handelte es sich Großteils um Spielwaren.

Betrieb muss Abnehmer informieren

„Werden Produkte als gesundheitsschädlich beurteilt, ist der verantwortliche Betrieb durch die zuständige Aufsichtsbehörde sofort zu informieren. Dieser muss umgehend das weitere Inverkehrsetzen unterlassen und von sich aus die Ware vom Markt nehmen, seine Abnehmer informieren und die Bevölkerung warnen, sollte die Ware die Endkonsumenten bereits erreicht haben“, heißt es in dem Bericht. (APA)