Start-up-Finanzierungen in Österreich im 1. Hj verdoppelt

05. Oktober 2018 Drucken
Start-up-Finanzierungen in Österreich im 1. Hj verdoppelt
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Die Höhe der öffentlich bekannten Start-up-Finanzierungen in Österreich hat sich im ersten Halbjahr 2018 auf 103 Mio. Euro mehr als verdoppelt.

Hauptgrund für den Anstieg war, dass Investoren im Juni 41 Mio. Euro in das Wiener Reise-Start-up Tourradar steckten. Nutzer können über Tourradar mehrtägige Gruppenreisen online vergleichen und buchen. Die Zahl der Finanzierungen erhöhte sich hierzulande von 17 auf 28, wie aus dem Start-up-Barometer des Unternehmensberaters EY hervorgeht.

Spannende Pitches

Die zweithöchste Finanzierungsrunde schaffte im ersten Halbjahr das Kärntner Videostreaming-Start-up Bitmovin mit 25 Mio. Euro, gefolgt vom Wiener Impfstoff-Entwickler Themis Bioscience (10 Mio. Euro), dem Wiener Sportsoftware-Start-up Eversports (5 Mio. Euro) und dem niederösterreichischen „HD Vinyl“-Start-up Rebeat (4 Mio. Euro).

Wachstum in der Breite

„Die österreichische Start-up-Szene hat sich nach einem starken Jahr 2017 auch im ersten Halbjahr 2018 sehr lebhaft entwickelt“, kommentierte Thomas Gabriel, Leiter Start-up bei EY Österreich, die aktuellen Zahlen. Die Finanzierungen seien „in der Breite besser geworden“. Es habe „quer über alle Branchen Kapitalspritzen für Jungunternehmen“ gegeben, dies sei „ein Beweis für die Vielfältigkeit der österreichischen Start-up-Szene“.

Größte Finanzierung des Jahres in GER

Der größte Deal des ersten Halbjahres fand in Deutschland statt: Die Investition von Softbank brachte dem Berliner Online-Gebrauchtwagen-Start-up Auto1 rund 460 Millionen Euro. Dahinter rangiert das britische FinTech-Start-up Revolut, das umgerechnet 207 Millionen Euro einsammeln konnte. Auf Rang drei folgt der Berliner Online-Möbelhändler Home24 (172 Millionen Euro), bevor sich mit Atom Bank (169 Millionen Euro) auf Rang vier erneut ein britisches FinTech einreiht.

2000 Start-up-Finanzierungen in Europa

Beim EY-Barometer werden Meldungen über Finanzierungsrunden ohne Anspruch auf Vollständigkeit in Zusammenarbeit mit einem externen Analystenteam ausgewertet. Im ersten Halbjahr 2018 waren dies europaweit 1.995 Finanzierungen (plus 19 Prozent) in Höhe von 10,2 Mrd. Euro (plus 27 Prozent). Finanzierungsrunden ohne konkreten Betrag („undisclosed“) wurden ebenfalls gezählt.

Wien holt auf

Im Städteranking lag London beim Finanzierungsvolumen vor Berlin und Paris. Wien verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode von Platz 23 auf 17.

Britische Start-ups ziehen höchste Investitionen an 

Trotz des anstehenden Brexits setzen Kapitalgeber weiter vor allem auf britische Jungunternehmen, die insgesamt 3,1 Milliarden Euro erhielten. Deutschland liegt im Ranking mit 2,4 Milliarden Euro auf dem zweiten Rang, gefolgt von Frankreich mit knapp 2,0 Milliarden Euro. (APA/red)

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