Wirtschaftskammer: Kammerumlagen sollen mit Jahreswechsel sinken

12. Oktober 2018 Drucken
Wirtschaftskammer: Kammerumlagen sollen mit Jahreswechsel sinken
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Die Wirtschaftskammer Österreich will ab 2019 die Kammerumlagen I und II senken, teilte Kammerpräsident Harald Mahrer mit. Österreichs WKO-Mitglieder würden dadurch um 60 Mio. Euro entlastet. 

Die österreichischen Wirtschaftskammern haben bei einer erweiterten Präsidiumssitzung Entlastungen für ihre Mitglieder ab 1.1.2019 beschlossen. Gleichzeitig werde das Serviceangebot ausgebaut.

Niedrigere Berechnungsgrundlage

Konkret werden die Hebesätze, die für die Berechnung der Kammerumlage I und II herangezogen werden, gesenkt und für die Kammerumlage I degressiv gestaffelt. Investitionen werden in Hinblick auf die Kammerumlage I überhaupt beitragsfrei gestellt. Darüber hinaus werden Mehrfach-Grundumlagen innerhalb einer Fachgruppe abgeschafft. Somit fällt für die Mitgliedsbetriebe in Zukunft pro Fachgruppe nur noch eine Grundumlage an. Neugründer werden im Jahr nach der Gründung zur Gänze von der Grundumlage befreit. Diese und eine Reihe weiterer Maßnahmen bringen in Summe ein Entlastungs-Potenzial von rund 100 Millionen Euro ab 2019.

Einsparungen durch Synergien

Durch die Reform wird das Aufkommen bei den zwei Kammerumlagen um zehn Prozent gesenkt. Möglich werde das durch Einsparungen, die vorrangig durch die Nutzung von Synergien innerhalb der Geschäftssysteme erzielt werden. Alleine in der WKÖ wurden seit 2017 Einsparungen in Höhe von 23 Mio. Euro realisiert, heißt es.

Außenwirtschaftscenter werden zu Innovationszentren

Die Wirtschaftskammer-Organisationen werden in den Bereichen Bildung, Innovation und Vernetzung weiterentwickelt. So sollen die 35 Außenwirtschaftscenter zu Innovationszentren werden und auf diese Weise als Netzwerkknoten nach Österreich dienen und Kooperationen zwischen Unternehmen fördern. (APA)