Media-Analyse 2017/18: Das sind die Auflagen der heimischen Tageszeitungen

18. Oktober 2018 Drucken
Media-Analyse 2017/18: Das sind die Auflagen der heimischen Tageszeitungen
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 Die nationale Reichweite der heimischen Tageszeitungen lag im zweiten Halbjahr 2017 und ersten Halbjahr 2018 bei 63,3 Prozent, wie aus den Daten der Media-Analyse (MA) hervorgeht. „Der Standard“ konnte als einzige Tageszeitung an Reichweite zulegen. 

Mehr als 4,7 Millionen Österreicher haben zu Tageszeitungen gegriffen. Bei den Unter-29-Jährigen lag die Reichweite bei knapp unter 50 Prozent. Von den 14- bis 19-Jährigen griffen 234.000 zu einer Tageszeitung (44,3 Prozent Reichweite), bei den 20-29 Jährigen 545.000 (48,4 Prozent Reichweite). Deutlich höher ist die Reichweite bei der älteren Generation: Bei den 60- bis 69-Jährigen lag sie bei 79,1 Prozent, bei den über 70-Jährigen bei 80 Prozent. Insgesamt gab es gegenüber der Vorjahres-Erhebung bei der Reichweite neuerlichen einen leichten Rückgang von 2,2 Prozentpunkten (von 65,5 auf 63,3 Prozent).

Krone: Alles wie gehabt

Die mit Abstand größte Tageszeitung ist weiterhin die „Kronen Zeitung“ mit 28 Prozent Reichweite beziehungsweise 2,091 Millionen Lesern. Gegenüber 2016/2017 bedeutet dies einen signifikanten Reichweiten-Verlust von 2,1 Prozentpunkten. Die Gratiszeitung „Heute“ liegt laut der Analyse national auf Platz zwei mit 12,1 Prozent Reichweite und 901.000 Lesern (ein Verlust von 0,8 Prozentpunkten bei der Reichweite). Danach folgt die „Kleine Zeitung“ mit 10,2 Prozent Reichweite (763.000 Leser), die Reichweite lag um 0,7 Prozentpunkte unter jener des Vorjahres.

Standard kann zulegen

Der „Kurier kam auf 7,4 Prozent Reichweite (554.000 Leser), „Der Standard“ auf 7 Prozent Reichweite bzw. 525.000 Lesern – das Blatt ist laut Media Analyse der einzige Titel, der bei der Reichweite einen signifikanten Zuwachs verzeichnen konnte und zwar um genau 1 Prozentpunkt. Dahinter rangierten die Tageszeitung „Österreich“ (Gratis- und Verkaufsauflage) mit 6,9 Prozent Reichweite bzw. 512.000 Lesern, die „Oberösterreichischen Nachrichten“ (4,9 Prozent, 367.000 Leser), gefolgt von „Die Presse“ (4,5 Prozent, 336.000 Leser), die „Tiroler Tagezeitung“ (Kauf- und Gratisausgabe) mit 4,2 Prozent Reichweite bzw. 313.000 Lesern, die „Salzburger Nachrichten“ (3,3 Prozent, 247.000 Leser), die „Vorarlberger Nachrichten (2,2 Prozent, 161.000 Leser) sowie die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ (0,6 Prozent, 42.000 Leser).

Wochenzeitungen verteidigen Status

Bei den regionalen Wochenzeitungen erreichten die Titel der Regionalmedien Austria (RMA) 48,3 Prozent der Österreicher bzw. 3,610 Millionen Leser – laut MA ein Reichweiten-Rückgang von 2,2 Prozentpunkten. Die „NÖN“ kam auf 7 Prozent Reichweite bzw. 520.000 Leser, die „Salzburger Woche“ auf 3,4 Prozent bzw. 252.000 Leser.

profil und News gleichauf

Unter ausgewählten Magazinen erzielte das „Weekend Magazin“ 12,1 Prozent Reichweite (907.000 Leser), „Die ganze Woche“ kam auf 10,3 Prozent (769.000 Leser) und „TV-Media“ auf 8,4 Prozent (630.000 Leser). Bei den Nachrichtenmagazinen kamen „News“ und „Profil“ auf jeweils rund 4,1 Prozent Reichweite (310.000 bzw. 308.000 Leser), der „Trend“ hatte eine Reichweite von 1,3 Prozent (97.000 Leser). Die Wiener Stadtzeitung „Falter“ kam auf 2 Prozent Reichweite (150.000 Leser). Bei den Monatsmagazinen verzeichnete „Servus in Stadt & Land“ einen signifikanten Reichweitenverlust von 0,8 Prozentpunkten – der Titel aus dem Red Bull Media House kam damit auf 12 Prozent Reichweite bzw. 900.000 Leser.

Methode

Für die Erhebung der Media-Analyse wurden 15.225 Interviews im Zeitraum Juli 2017 bis Juni 2018 durchgeführt. Aufgrund einer Methodenänderung (Anfang 2014) sind die Zahlen nicht mit Werten vor 2014 vergleichbar.

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