New Generation: Wie sich Jugendliche heute Informationen holen

25. Oktober 2018 Drucken
New Generation: Wie sich Jugendliche heute Informationen holen
© pixabay

Jugendliche von heute informieren sich unterschiedlich über das aktuelle politische und gesellschaftliche Geschehen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Vodafone Stiftung hervor.

Demnach beziehen Jungen und junge Männer zwischen 14 und 24 Jahren Informationen vor allem aus Online-Medien, bei den Mädchen und jungen Frauen sind es 20 Prozent. Sie informieren sich genauso häufig in sozialen Medien, bei den männlichen Befragten sind dies lediglich elf Prozent, wie die Grafik von Statista zeigt.

WhatsApp ist bahnbrechend

Die Messenger App „WhatsApp“ wird unabhängig von Alter und Geschlecht von den meisten Jugendlichen (86 Prozent) genutzt. Andere soziale Medien zeigen eine stärker geschlechter- und altersspezifische Nutzung: So haben Mädchen und junge Frauen eine deutlich höhere Affinität für Instagram und Snapchat als ihre männlichen Altersgenossen. Diese sind dafür doppelt so häufig bei Twitter aktiv. (Abb. 3) Sämtliche sozialen Medien –vor allem Youtube, Instagram und Snapchat– werden intensiver von den jüngeren Befragten genutzt. Einzig auf Facebook sind mehr als doppelt so viele der 18- bis 24-Jährigen im Vergleich zu den 14- bis 17-Jährigen regelmäßig aktiv.

Weitere Highlights der Studie

  • Junge Menschen werden regelmäßig mit „Fake News“ und „Hate Speech“ konfrontiert. Die Hälfte der 14- bis 24-Jährigen stoßen mindestens einmal die Woche in den sozialen Medien auf Falschnachrichten; fast ein Fünftel sogar täglich.
  • In der Schule wird der Umgang mit Falschnachrichten und Hasskommentaren kaum thematisiert, dabei wünschen sich drei Viertel der Schülerinnen und Schüler mehr Aufklärung hierzu im Unterricht. Derzeit recherchieren die Meisten ihre Fragen zu Social Media allein im Netz.
  • Viele junge Menschen engagieren sich gegen Verleumdung und Hass im Netz. Knapp die Hälfte geht aktiv gegen Falschnachrichten vor, die über ihre Freunde in den sozialen Medien verbreitet werden. Immerhin ein Viertel hat schon einmal „Fake News“ bei den Betreibern sozialer Medien gemeldet. Auch hier werden junge Menschen jedoch oft allein gelassen: mehr als die Hälfte dieser Beschwerden blieb erfolglos oder wurde erst spät bearbeitet.

Mehr zum Thema