Erste Group-Nettogewinn stieg bis September um nahezu 25 Prozent

02. November 2018 Drucken
Erste Group-Nettogewinn stieg bis September um nahezu 25 Prozent
Erste Campus Haupteingang © Erste Bank/Christian Wind

Die Erste Group hat heuer bis September den Nettogewinn um ein Viertel auf 1,228 Mrd. Euro gesteigert. Nach dem Gewinnsprung hat die Erste Group für das Gesamtjahr 2018 ihr Eigenkapitalverzinsungsziel angehoben. 

Den Ausschlag dafür gab eine von Kreditwachstum und Zinssteigerungen getragene Verbesserung des Betriebsergebnisses und ein weiterhin außergewöhnlich gutes Risikoumfeld, wie das börsennotierte Institut am Freitag erklärte. Den wesentlichen Beitrag hätten Nettoauflösungen von Risikovorsorgen geliefert. Die Kreditqualität habe sich im Lichte der weiter guten wirtschaftlichen Lage nochmals verbessert.

Immer weniger faule Kredite

Der Anteil notleidender Kredite am Bruttokreditvolumen (NPL-Quote) sank erneut auf nunmehr 3,5 Prozent, nach 4,0 Prozent ein Jahr davor. Das Betriebsergebnis legte um 3,7 Prozent auf 1,994 Mrd. Euro zu. Die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich leicht auf 60,9 (61,0) Prozent.

Gute Geschäfte in Tschechien und Rumänien

Der Zinsüberschuss stieg – vor allem in Tschechien und in Rumänien – auf 3.372,0 Mio Euro (+4,4 Prozent). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich auf  1.430,7 Mio Euro (+5,1 Prozent). Anstiege gab es vor allem bei den Vermittlungsprovisionen – insbesondere von Versicherungsprodukten – sowie im Zahlungsverkehr, der Vermögensverwaltung und im Kreditgeschäft. Während sich das Handelsergebnis mit -50,4 Mio  Euro negativ entwickelte, verbesserte sich gleichzeitig die Position Gewinne/Verluste aus Finanzinstrumenten auf 165,8 Mio Euro.Der höhere Verwaltungsaufwand von  3.102,3 Mio Euro (+2,9 Prozent) war vor allem auf gestiegene Personalaufwendungen in Höhe von 1.830,5 Mio  Euro (+4,8 Prozent) zurückzuführen. Insgesamt resultierte daraus ein Anstieg im Betriebsergebnis auf 1.993,9 Mio Euro(+3,7 Prozent). Die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich leicht auf 60,9 Prozent (61,0 Prozent).

Höhere Ziele für 2018

Das Ziel, 2018 basierend auf dem durchschnittlichen um immaterielle Vermögenswerte bereinigten Eigenkapital einen ROTE (Return On Tangible Equity) von über zehn Prozent zu erreichen, wurde nun auf „über zwölf Prozent“ erhöht, wie es im Quartalsbericht heißt. Zum Ende des dritten Quartals lag die Kennzahl bei 14,2 Prozent.

Deutlich erhöhtes Kernkapital

Die harte Kernkapitalquote (CET1, Basel 3 final, pro forma) hat sich laut Erste Group mit 13,2 Prozent ebenfalls erheblich verbessert. Sie liege „somit in Reichweite unserer neuen internen Zielquote für das Jahr 2020 von 13,5 Prozent“, heißt es.

17.000 Mitarbeiter in Österreich

Die Mitarbeiterzahl der Erste Group betrug in den ersten neun Monaten im Schnitt 47.431, nach 47.322 im gleichen Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 9.154 auf Erste Group, EB Österreich und Töchter, 7.178 auf den Sparkassen-Haftungsverbund sowie unter anderem 10.157 auf den Teilkonzern Ceska sporitelna und 7.223 auf die Banca Comerciala (BCR) in Rumänien. (APA)

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