Marketing: Der wechselhafte Stellenwert der Influencer

21. November 2018 Drucken
Marketing: Der wechselhafte Stellenwert der Influencer
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Influencer verfügen in den sozialen Medien über eine quantitativ große, aber wechselnde Follower-Schar. Der Austrian Internet Monitor hat Einfluss und Marketingnutzen der Social-Media-Botschafter untersucht.

Vor zehn Jahren noch hätte man sie wohl eher mit dem Grippe-Virus assoziiert. Influencer haben sich zum Ziel gesetzt, andere zu beeinflussen. Viele bekannte Marken setzen sie als Botschafter ein. Die Werbewelt ist dabei, sich zu einigen, ab wann ihre Beiträge als Werbung gekennzeichnet werden müssen. Viele haben schon von ihnen gehört, manche haben ihre Beiträge gelesen, deutlich weniger folgen ihnen regelmäßig.

Bekanntheit der Influencer bei unter 30jährigen

Zwei Drittel (69 Prozent) der Internetnutzer haben schon von Bloggern und Vloggern (Video-Blogger) gehört, die in sozialen Netzwerken oder auf Youtube aktiv sind und deren Beiträge abonniert werden können. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Integral im Rahmen des Austrian Internet Monitor bei 500 telefonisch Befragten herausgefunden. Konkret beschäftigt hat man sich mit dieser neuen Form der Opinion Leader allerdings noch recht wenig: Nur gut jeder dritte Internetverwender hat tatsächlich schon Beiträge von Influencern gesehen. Besonders hoch ist die Aufmerksamkeit bei den unter 30jährigen und geht mit zunehmendem Alter drastisch zurück.

Jeder Fünfte im Web folgt Influencern

Die Abonnentenschaft ist dem gegenüber noch  eher zurückhaltend. Lediglich 20 Prozent der Internetnutzer – also 17 Prozent der Gesamtbevölkerung – folgen aktuell einem oder mehreren Influencern. Auch dies ist in hohem Ausmaß eine Altersfrage: bei den unter 30jährigen sind es  eindrucksvolle 56 Prozent. Auch Personen in Ausbildung sind überdurchschnittlich eifrige Follower. Doch auch die Lebenswelt nimmt Einfluss auf das Interesse an Influencern. Besonders die Zukuftsmilieus – also die Digitalen Individualisten und die Adaptiv-Pragmatischen – sind empfänglich für Influencer. Die Digitalen Individualisten, die neue Elite, sind sehr aktive Nutzer, gestalten gerne und treten daher oft auch selbst als Influencer auf. Die Adaptiv-Pragmatischen, die neue Mitte, nehmen die Orientierung, die ihnen Influencer bieten, unterdessen dankbar auf, werden aber kaum selbst meinungsbildend aktiv, so der Report von Integral.

Letsplayers sind ein Minderheitenprogramm

Eine Spezialform der Influencer sind so genannte Letsplayers, welchen man beim Spielen von Online-Games zusehen kann. Diese sind bei einer Minderheit in Österreich schon angekommen – 11 Prozent der Internetnutzer haben schon einmal solchen Letsplayers beim Spielen zugesehen. Besonders beliebt sind diese bei Teenagern.

Methode

Der Integral AIM-Consumer wird von Integral Markt- und Meinungsforschung mittels  telefonischer Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren, durchgeführt.

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