Datenschutz: Wie lange darf ich Bewerberdaten speichern

29. November 2018 Drucken
Datenschutz: Wie lange darf ich Bewerberdaten speichern
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Die Datenschutzbehörde (DSB) entschied über die zulässige Speicherung personenbezogener Daten eines abgelehnten Bewerbers. Hübner & Hübner haben sich den Entscheid zu den Bewerberdaten durchgelesen. 

Konkret beantragte der abgelehnte Bewerber die Löschung seiner personenbezogenen Daten aus der Bewerberdatenbank iSd Art 17 DSGVO. Die Beschwerdegegnerin lehnte die Löschung jedoch mit der Begründung ab, dass die Speicherung der Bewerberdaten in Hinblick auf die Fristen des Gleichbehandlungsgesetzes (GlBG) notwendig sei.

Absicherung gegen Anfechtung

Nach dem GlBG haben Bewerber möglicherweise Ansprüche gegenüber dem potentiellen Arbeitgeber, z.B. im Fall einer diskriminierenden Absage. Die Frist zur Anfechtung beträgt sechs Monate.

Sieben Monate im Speicher

Die DSB hat erkannt, dass eine Speicherung der Bewerberdaten iSd Art. 17 Abs 3 lit e DSGVO rechtskonform und notwendig sei, um sich gegen etwaige Ansprüche aus dem GlBG verteidigen zu können. Auch der zusätzlich berechnete Monat zur sechsmonatigen Frist, um einen potentiellen Klageweg beschreiten zu können, sei angemessen und nicht unverhältnismäßig lange. Somit dürfen Bewerberdaten für einen Zeitraum von sieben Monaten nach der Absage gespeichert werde.

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