Futtermittel: Warum Österreich mehr Soja braucht

30. November 2018 Drucken
Futtermittel: Warum Österreich mehr Soja braucht
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Die Eigenversorgung mit pflanzlichem Eiweiß – einem wichtigen Bestandteil der Nutztiermast – soll EU-weit ausgebaut werden. Österreich importiert derzeit 500.000 Tonnen Soja – das meiste davon genmanipuliert.

Derzeit liegt die Eigenversorgung mit pflanzlichem Einweiß in Österreich bei über 80 Prozent, so Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP).

Beitrag zum Klimaschutz

Dies sei einer der Schwerpunkte der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im Bereich der Landwirtschaft. „Ein verstärkter Anbau von Eiweißpflanzen in der EU würde nicht nur der besseren Eigenversorgung zugutekommen, sondern auch zum Klimaschutz beitragen“, betonte die Ministerin in einer Aussendung und erhielt dabei Unterstützung von EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan.

Bio-Soja boomt

Auf die Bedeutung des heimischen Sojaanbaus für die Eiweißversorgung verweist auch Saatgut-Experte Johann Vollmann von der Universität für Bodenkultur Wien: „Der Anbau von heimischen Bio-Sojabohnen boomt und ist ein besonders nachhaltiger und umweltfreundlicher Beitrag für Österreichs Versorgung mit eiweißreichen Lebens- und Futtermitteln.“

Gentechnische Importe

Laut Greenpeace importiert Österreich jährlich um die 500.000 Tonnen Soja, davon sind mindestens 350.000 Tonnen gentechnisch verändert. Führendes Sojaanbauland ist das Burgenland. (APA)