Big Data: Wie Unternehmen die Daten ihrer Kunden erhalten

06. Dezember 2018 Drucken
Big Data: Wie Unternehmen die Daten ihrer Kunden erhalten
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Die Konsumenten von heute sind besorgt um ihre Daten und immer weniger geneigt, diese an Unternehmen weiterzugeben. Unternehmen müssen beim Thema Big Data umdenken und sich Vertrauen durch Transparenz erarbeiten.

Die KPMG Studie „Me, my life, my wallet“ hat weltweit das Verhalten von 25.000 Konsumenten untersucht. Die gute Nachricht für Unternehmen: Die Mehrheit der Konsumenten ist trotz Datenskandalen und zunehmender Sorge gewillt, Daten unter gewissen Voraussetzungen zu teilen.

Big Data: Kunden verstehen

Zahlreiche Unternehmen verfolgen derzeit die Strategie, möglichst viele Daten über die Konsumenten zu sammeln, um ihnen in Zukunft personalisierte Angebote legen zu können. Unternehmen möchten die Konsumenten besser verstehen. Jene Unternehmen, die ihre Kunden verstehen, können auch mögliche Zukunftstrends früher erkennen und darin investieren.

Eine Frage der Generation

Rund die Hälfte (47 Prozent) der befragten Konsumenten ist um die eigenen Daten besorgter als noch vor einem Jahr. Ein Viertel der Befragten (24 Prozent) lehnt es ab, mit den eigenen Daten zu handeln. Hier zeigt sich jedoch ein Generationenunterschied: Die Millennials (19 Prozent) sind eher geneigt, Daten an Unternehmen preiszugeben als die Generation der Baby Boomer (8 Prozent). Die jüngere Generation erwartet sich dadurch ansprechendere Produkte und Dienstleistungen.

Social Medias sind wenig vertrauenswürdig

Die Hälfte aller Konsumenten (51 Prozent) macht sich Sorgen über das Thema Identitätsdiebstahl. Knapp drei Viertel (72 Prozent) vertraut in Hinblick auf Social Media niemandem. 42 Prozent der Konsumenten haben in den letzten 12 Monaten die Privatsphäre-Einstellungen auf Social Media-Kanälen aktualisiert. „Die Studie zeigt, dass jüngere Konsumenten ebenso besorgt um ihre Daten sind, wie ältere. Sie sehen jedoch auch die Vorteile, die das Teilen von Daten mit Unternehmen bringt: ein personalisiertes Kundenerlebnis sowie individualisierte Produkte und Dienstleistungen“, heißt es in der KPMG-Studie.

Transparenz bei Datenverarbeitung

Unternehmen müssen dieser Skepsis jedoch keinesfalls untätig zusehen, verrät die Studie. Sie können das Vertrauen ihrer Konsumenten gewinnen, indem sie einige Grundregeln in Hinblick auf Datentransparenz befolgen. Unternehmen müssen offen kommunizieren, warum sie bestimmte Daten abfragen und wie sie diese schützen. Datensammlung sei nicht als Einbahnstraße zu sehen – im Gegenteil: Die Konsumenten verlangen dafür einen nachhaltigen Vorteil.

Weitere interessante Ergebnisse

  • Konsumenten vertrauen einigen Branchen mehr als anderen: Das meiste Vertrauen genießen Unternehmen im Gesundheitswesen (60 Prozent), im Bankenbereich (59 Prozent) und Technologieunternehmen (54 Prozent). Am wenigsten Vertrauen wird Unternehmen im Bereich Vermögensverwaltung (37 Prozent) und Werbung (26 Prozent) entgegengebracht.
  • Konsumenten sind eher bereit finanzbezogene Daten mit Unternehmen zu teilen als Social Media-Daten oder ihren Browser-Verlauf.

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