Förderung für Elektroautos soll 2019 fortgeführt werden

06. Dezember 2018 Drucken
Förderung für Elektroautos soll 2019 fortgeführt werden
© Volkswagen AG

Die Förderung für Elektroautos soll auch 2019 weitergeführt werden. Aus dem – mit dem Umweltministerium zuständigen – Verkehrsministerium heißt es dazu auf APA-Anfrage, dass die Verlängerung des Förderprogramms geplant sei. Details sollen noch vor Weihnachten kommen.

Gemäß dem noch von der vorigen rot-schwarzen Bundesregierung im November 2016 vorgestellten Aktionspaket E-Mobilität, getragen von Bund und Autoimporteuren, erhalten Betriebe und Private beim Neukauf eines Elektrofahrzeuges bis zu 4.000 Euro. Diese Maßnahme galt für die Jahre 2017 und 2018.

Gleiche Preise angestrebt

„Diese Förderaktion ist erfolgreich und muss 2019 unbedingt fortgeführt und weiter ausgebaut werden. Auch eine steuerliche Befreiung kann eine wirksame Anschubförderung sein und die derzeit bestehenden Preisunterschiede teilweise ausgleichen. Das hat sich in Norwegen gezeigt,“ sagt Roland Ziegler, Sprecher BEÖ – Bundesverband Elektromobilität Österreich in einer Aussendung am Mittwoch. „Ein E-Auto darf nicht mehr kosten als ein vergleichbarer Benziner oder Dieselfahrzeug.“

Vorbild Norwegen

Derzeit sind rund 20.000 rein elektrisch betriebene E-Pkw auf Österreichs Straßen unterwegs. Der Anteil an Neuzulassungen ist mit 2,5 Prozent noch sehr gering und weit entfernt vom E-Mobilitäts-Vorzeigeland Norwegen, wo bereits jeder zweite neu zugelassene Pkw mit Strom fährt. Die norwegische Regierung setzt auf Anreize und Steuerentlastungen, etwa den Entfall der Umsatzsteuer beim Kauf eines E-Autos. Das sollte auch in Österreich so umgesetzt werden, fordert Ziegler. „Ohne eine deutliche Erhöhung des Anteils der E-Mobilität können die ambitionierten Klimaziele nicht erreicht werden.“

Aufbau der Ladeinfrastruktur

Die führenden österreichischen Energieunternehmen haben in den vergangenen Jahren ein flächendeckendes, öffentliches und roamingfähiges Ladenetz für E-Fahrzeuge geschaffen. Nun sollte auch die private Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, auch in Mehrparteienhäusern. Dazu seien Änderungen im Wohnrecht notwendig.

Sprachrohr der Energieversorger

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) vertritt elf Energieunternehmen in Österreich im Bereich Elektromobilität: Energie AG Oberösterreich Power Solutions GmbH, Energie Burgenland Wärme und Service GmbH, Energie Graz GmbH & Co KG, Energie Steiermark Kunden GmbH, EVN AG, Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, LINZ Strom GmbH, Salzburg AG/ElectroDrive Salzburg GmbH, Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW), Wien Energie GmbH. (APA)

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