Plattform Industrie 4.0 öffnet sich KMUs

09. Januar 2019 Drucken
Plattform Industrie 4.0 öffnet sich KMUs
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Die Plattform Industrie 4.0, bestehend aus Ministerien, Kammern und Interessensvertretern, will sich heuer verstärkt Klein- und Mittelbetrieben öffnen.

Sie sollen damit für die Digitalisierung der Wirtschaft – wie das „Internet der Dinge“ und die „Künstliche Intelligenz“ – fit gemacht werden. Konkrete Maßnahmen blieben aber bei der Jahrespressekonferenz der Plattform vage.

Alle Stakeholder im Boot

Einig waren sich Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl und Brigitte Ederer, Präsidenten des Fachverbandes der Elektroindustrie, dass der digitale Wandel eine Herausforderung für Betriebe wie Mitarbeiter werde, daher sei es umso vorbildlicher, dass in Österreich hier alle Betroffenen in einem Boot seien. „Wir sind offen für die Ideen anderer, auch das gibt es in der Politik – Sie werden es nicht glauben“, so Hofer vor Journalisten.

Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt

AK-Präsidentin Anderl insistierte, dass die Arbeitnehmer an den Gewinnen, die durch die Digitalisierung erzielt werden, auch partizipieren müssen. Ein zentraler Punkt sei hier die Aus- und Weiterbildung. So nehme die Arbeiterkammer rund 150 Millionen für ihre Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt von morgen in die Hand. Ederer betonte die Bedeutung der Wissensdokumentation, die noch viel zu wenig Gewicht habe. Hier gehe sehr viel Potenzial verloren, wenn Mitarbeiter in Pension gehen oder die Branche wechseln.

Säulen der Digitalisierung

Bei der Jahrespressekonferenz der Plattform präsentierte das Panel  einige Projekte, um die Digitalisierung der Industrie voranzutreiben. Die Digitalisierung fuße auf drei Säulen:

  • Qualifikation & Arbeit, um die Beschäftigten mit den richtigen digitalen Kompetenzen auszustatten.
  • Forschung & Innovation, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
  • Betriebe & Standort, um die Produktivität zu sichern.

Fit für Industrie 4.0?

Eines dieser Projekte ist das Reifegradmodell Industrie 4.0, das bisher knapp 30 Unternehmen österreichweit durchlaufen haben: Dabei wird erhoben, wie stark Industrie 4.0 bereits in einem Unternehmen verankert ist, um im Anschluss Verbesserungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen.

Digitale Kompetenzen für Leiharbeiter

Ein anderes Beispiel aus dem Bereich der Weiterbildung ist die Qualifizierungsmaßnahme „Fit4Industry“, die 2019 starten soll: Hier haben sich – als Pilotprojekt – Plattform Industrie 4.0 Österreich, Produktionsgewerkschaft PRO-GE, Arbeiterkammer und Siemens Österreich, zusammengeschlossen, um LeiharbeiterInnen mit digitalen Kompetenzen auszustatten und für die Arbeitswelt der Zukunft zu qualifizieren. (APA/red)

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