So schwach ist E-Mobilität in Europa

14. Januar 2019 Drucken
So schwach ist E-Mobilität in Europa
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Das ab 1. März verfügbare runderneuerte E-Mobilitätspaket muss viel bewirken. Aktuell liegt der Anteil der Neuzulassungen von rein strombetriebenen Autos in Österreich bei zwei Prozent. Auch wenn die Zulassungszahlen für Akku-Autos steigen – die Dynamik ist europaweit immer noch schwach.  Norwegen ist die bekannte Ausnahme. 

In absoluten Zahlen wurden 2018 in Österreich 6.757 reine Elektroautos zugelassen. Insgesamt fahren in Österreich laut Statistik Austria Ende 2018 exakt 20.881 E-PKW durch die Straßen – bei einem Gesamtbestand von rund fünf Millionen PKWs. In Summe wurden 2018 in Österreich 341.000 PKWs neu zugelassen.

Keine Wende absehbar

Europaweit ist die Situation nicht besser- in den meisten Ländern sogar schlechter. In Deutschland lag der Anteil an Neuzulassungen von Elektroautos im ersten Halbjahr 2018 laut Daten der Autoherstellervereinigung ACEA  bei 1,8 Prozent. Eine echte Ausnahme stellt lediglich der norwegische Markt dar. Reine E-Autos, Autos mit Reichweitenverlängerer, Plugin-Hybride und Brennstoffzellenautos machen hier rund 47 Prozent der Neuzulassungen aus. Österreich hat in den vergangenen 25 Jahren eine Zunahme der Emissionen im Verkehr um mehr als zwei Drittel verzeichnet.

Förderungen für E-Cars

In Österreich wird das neue E-Mobilitätspaket für die Jahre 2019 und 2020 neu aufgelegt. Bei Betrieben gibt es einen neuen Schwerpunkt auf strombetriebene Nutzfahrzeuge inkl. Ladeinfrastruktur.  Anträge können ab 1. März gestellt werden. Das neue Förderpaket hat ein Gesamtvolumen von 93 Millionen Euro für beide Jahre, also 46,5 Millionen Euro pro Jahr.

Bislang fast 15.000 Anträge

In den vergangenen zwei Jahren wurden 14.300 Förderanträge für E-Pkw und E-Zweiräder eingebracht, heißt es in einer gemeinsamen Aussendung des Verkehrs- und des Umweltministeriums. Die Anträge kamen etwa je zur Hälfte von Privatpersonen und Unternehmen. Bei den Autos entfielen rund 88 Prozent der Anträge auf Pkw mit reinem Elektroantrieb und etwa 12 Prozent auf Plug-In-Hybride und Range-Extender.

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