Strukturwandel: Warum Digitalisierung kein Jobkiller ist

22. Januar 2019 Drucken
Strukturwandel: Warum Digitalisierung kein Jobkiller ist
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Die Digitalisierung sei eine Chance und nicht „der angebliche Jobkiller“, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Eine Wifo-Studie erwartet einen Beschäftigungsrückgang bei manuellen Berufen und Beschäftigungszuwächse im MINT-Bereich.

Die Digitalisierung sei eine Chance für mehr Arbeitsplätze und zusätzliches Wachstum, „sie ist nicht der angebliche Jobkiller“, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und verweist auf eine aktuelle Wifo-Studie.

Demnach habe Österreich grundsätzlich gute Chancen, zu den Gewinnern der Digitalisierung zu gehören, sagte Schramböck am Montag.

Andere Techniken, andere Jobs

Durch denn sinnvollen Einsatz neuer Technologien würden mehr Jobs und zusätzliches Wachstum entstehen, „wir haben eine große Chance, uns unter den besten Digitalnationen der Welt zu positionieren“, so Schramböck. Dazu brauche es aber moderne Infrastruktur, innovative Aus- und Weiterbildungskonzepte und mehr Fachkräfte im IT-Bereich.

Verlagerung von Arbeit

Die Wifo-Studie erwartet einen Beschäftigungsrückgang bei manuellen bzw. standardisierbaren Produktionsberufen und Beschäftigungszuwächse im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) oder etwa im Bereich der Datenanalyse und Datensicherheit. Es gebe keine Jobkiller, aber Verschiebungen. Empfohlen wird eine „digitale Standortstrategie“. Wichtige Rahmenbedingungen seien der Breitbandausbau und die Förderung von „Digital Skills“ sowohl in der Aus- als auch in der Weiterbildung, so die Ministerin. (APA)

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